17-Jähriger erleidet lebensgefährlichen Stromschlag am Bahnhof Villingen
Nicolai Schlosser17-Jähriger erleidet lebensgefährlichen Stromschlag am Bahnhof Villingen
Schwerverletzter Jugendlicher nach Stromschlag am Bahnhof Villingen
Ein 17-jähriger Junge erlitt am Bahnhof Villingen lebensgefährliche Verletzungen, nachdem er auf einen abgestellten Güterwagen geklettert war und mit der Oberleitung in Kontakt geriet. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Sonntag, 15. Juni 2025, und zwang zur vorübergehenden Sperrung des Bahnhofs.
Rettungskräfte, darunter Polizei, Feuerwehr und Notärzte, eilten zur Unfallstelle, um dem Jugendlichen zu helfen, der durch einen Hochspannungs-Lichtbogen einen Stromschlag erlitten hatte.
Der Unfall passierte gegen 3:35 Uhr auf Gleis 3 des Bahnhofs Villingen. Der Junge, ein deutscher Staatsbürger, war auf einen stehenden Kesselwagen geklettert, als er von der Oberleitung einen elektrischen Schlag erhielt. Diese Leitungen führen 15.000 Volt – das ist das 65-fache einer Haushaltssteckdose – und können selbst ohne direkten Kontakt tödliche Verletzungen verursachen, da Strom in Form eines Lichtbogens überspringen kann.
Der Bahnhof wurde umgehend gesperrt, der Zugverkehr kam bis 4:51 Uhr komplett zum Erliegen. Vor Ort waren Beamte des Bundespolizeiinspektorats Weil am Rhein, die örtliche Polizei, die Feuerwehr, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Krisenmanager der Deutschen Bahn im Einsatz.
Laut Aufzeichnungen der Bundespolizei sind solche Vorfälle mit Kindern und Jugendlichen kein Einzelfall. Fast monatlich wird von Personen berichtet, die auf Waggons klettern, Strommasten besteigen oder sogar auf S-Bahnen "surfen". Thomas Schlageter, Präventionsbeamter beim Bundespolizeiinspektorat Weil am Rhein, warnt seit Langem, dass Bahnanlagen kein Spielplatz seien. Trotz dieser Hinweise gibt es für das Jahr 2024 keine offiziellen Statistiken, die die Anzahl ähnlicher Fälle bundesweit erfassen.
Der Jugendliche schwebt nach dem Stromschlag weiterhin in Lebensgefahr. Die Behörden betonen erneut die extremen Gefahren, die von unsachgemäßem Umgang mit Bahnanlagen ausgehen – insbesondere durch Hochspannungsleitungen, die tödliche Risiken bergen.
Der Vorfall ist eine weitere Mahnung vor den Gefahren, die mit unbefugtem Betreten von Gleisanlagen und Bahninfrastruktur verbunden sind.






