Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und feierlicher Zeremonie
Katherina HermannBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und feierlicher Zeremonie
Berlin ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit feierlicher Zeremonie
Am Mittwoch wird Berlin der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer mit einer besonderen Ehrung gedenken. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses. Zudem erhält ab diesem Tag ein Platz vor dem Landesparlament ihren Namen.
Die Würdigung startet mit Ansprachen, darunter eine Rede des regierenden Bürgermeisters Kai Wegner. Im Anschluss an die Feierlichkeiten wird die neue Namensplatte für den Platz enthüllt.
In derselben Sitzung wird auch über die jüngsten Maifeiern und Demonstrationen am 1. Mai gesprochen. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch leitete die Polizei rund 120 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten ein. Dazu zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden im Laufe des Tages vorläufig festgenommen.
Die Plenarsitzung selbst beginnt mit einer Stunde Verspätung. Statt wie üblich um 10:00 Uhr starten die Debatten erst um 11:00 Uhr.
Die Umbenennung des Platzes und die Ehrungszeremonie unterstreichen die dauerhafte Anerkennung von Friedländers Vermächtnis. Gleichzeitig werden die Abgeordneten die Vorfälle vom 1. Mai aufarbeiten – mit Fokus auf die gemeldeten Straftaten und das Polizeivorgehen. Beide Themen spiegeln Berlins anhaltende Bemühungen wider, sich mit seiner Geschichte und der öffentlichen Sicherheit auseinanderzusetzen.






