Berliner Mordprozess gegen Palliativmediziner kurz vor dem Urteilsspruch
Katherina HermannBerliner Mordprozess gegen Palliativmediziner kurz vor dem Urteilsspruch
Ein aufsehenerregender Mordprozess in Berlin nähert sich seinem Abschluss. Im Mittelpunkt steht ein 41-jähriger Palliativmediziner, dem vorgeworfen wird, einen Patienten mit Vorsatz und aus niederen Beweggründen getötet zu haben. Seit fast einem Jahr untersucht das Gericht die Vorwürfe.
Das Verfahren begann im Juli 2025, nachdem der Arzt Anfang August 2024 festgenommen worden war. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vorsätzliche Tötung vor, doch dieser hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, ob er sich zu den Vorwürfen vor Gericht äußern wird.
Parallel zum Prozess prüfen die Behörden 76 weitere mögliche Fälle in Verbindung mit dem Mediziner. Zudem wird in Kürze ein psychiatrisches Gutachten zu seiner Persönlichkeit und Schuldfähigkeit vorgelegt. Sobald dies geschehen ist, könnte das Gericht die Beweisaufnahme abschließen.
Die Plädoyers könnten bereits am Montag, dem 29. Juni, beginnen. Das Verfahren zieht große Aufmerksamkeit auf sich – sowohl wegen der Schwere der Vorwürfe als auch wegen des beruflichen Hintergrunds des Angeklagten.
Die weiteren Schritte im Prozess hängen vom anstehenden Gutachten ab. Sollte die Beweisaufnahme abgeschlossen werden, folgen die Schlussplädoyers. Ein Urteil wäre dann in den kommenden Wochen oder Monaten zu erwarten.
