24 March 2026, 06:39

Brennstoffzellen-Testfeld in Baden-Württemberg revolutioniert saubere Schwerlastmobilität

Ausführliches technisches Zeichnung eines kleinen Flugzeugtriebwerks mit sichtbarem Propeller, das innere Komponenten wie Kolben und Ventile zeigt.

Brennstoffzellen-Testfeld in Baden-Württemberg revolutioniert saubere Schwerlastmobilität

Ein neues Testfeld für Brennstoffzellen in Baden-Württemberg treibt die Grenzen sauberer Energie im Transportsektor voran. Entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), könnte das Projekt "Balis" eines Tages Schiffe, Lkw oder sogar Flugzeuge ohne Emissionen antreiben. Das System nutzt grünen Wasserstoff zur Stromerzeugung und bietet damit eine nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen.

Das "Balis"-Testfeld befindet sich am Innovationscampus des E2U Empfinger Zentrums für Umwelttechnik-Entwicklung. Forscher haben dort ein modulares System aufgebaut, in dem zwölf Brennstoffzellenmodule zusammenarbeiten. Jedes Modul enthält über 400 Einzelzellen, und gemeinsam erzeugen sie bis zu 1,5 Megawatt Leistung – genug für anspruchsvolle Anwendungen im Schwerlastbereich.

Die Module sind über einen 400-Volt-Gleichstrombus elektrisch verbunden und teilen sich die Energie effizient. Eine zentrale Steuereinheit überwacht die Leistung in Echtzeit und erfasst Spannung, Temperatur sowie den Wasserstofffluss. Sensoren und ein CAN-Bus-Netzwerk sorgen für eine reibungslose Kommunikation zwischen den Komponenten, sodass das System bei Störungen sofort reagieren kann.

Diese Anordnung ermöglicht es Ingenieuren, einzelne Bauteile oder gesamte Antriebsstränge unter realen Bedingungen zu testen. Die Erprobung begann 2023 und läuft bis 2025 auf dem DLR-Gelände in Stuttgart weiter. Ziel ist es, die Technologie für den großflächigen Einsatz im Transportsektor zu optimieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das "Balis"-Projekt zeigt, wie grüner Wasserstoff Diesel und Kerosin in der Schwerlastmobilität ersetzen könnte. Mit einer Leistung von über einem Megawatt ist das System bereits stark genug für Schiffe und Flugzeuge. Bei Erfolg könnte es Branchen helfen, Emissionen zu senken, ohne dabei an Leistung einzubüßen.

Quelle