Bürgerbefragung zur Wärmewende in Baden-Württemberg startet am 17. September
Nicolai SchlosserBürgerbefragung zur Wärmewende in Baden-Württemberg startet am 17. September
Neue partizipative Untersuchung zur Wärmewende in Baden-Württemberg startet am 17. September
Der Südwestrundfunk (SWR) und CORRECTIV starten am 17. September ein gemeinsames Rechercheprojekt, das untersucht, wie der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen den Alltag und die Finanzen der Bürgerinnen und Bürger im Land verändert. Im Rahmen der Initiative werden Erfahrungen aus der Bevölkerung durch Umfragen und lokale Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg gesammelt.
Aktuell basieren noch über 73 Prozent der Wärmeversorgung in der Region auf Öl und Gas. Um bis 2040 klimaneutral zu werden, muss dieser Anteil auf null sinken. Doch viele Kommunen zweifeln daran, das Ziel erreichen zu können – wegen finanzieller Engpässe, Personalmangels und unklarer rechtlicher Vorgaben. Eine aktuelle Analyse zeigt: 90 Prozent von 112 befragten Kommunalverwaltungen nannten fehlende Fördermittel als größtes Hindernis, während 88 Prozent mehr Planungssicherheit durch klarere gesetzliche Rahmenbedingungen forderten.
Ab dem 17. September können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen teilen Über die CrowdNewsroom-Umfrage "Wie heizen Sie Ihr Zuhause?" ist ab Start eine Teilnahme möglich. Der Online-Fragebogen unter dem Titel "Druck im System: Wie betrifft mich die Wärmewende?" sammelt persönliche Geschichten sowie Sorgen zu Kosten und praktischen Herausforderungen.
Pop-up-Studios in drei Städten: Dialog vor Ort Im Oktober und November öffnen in Stuttgart, Vaihingen an der Enz und Lörrach temporäre Studios, in denen Diskussionen, Fachvorträge und öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Ziel ist es, das Verständnis für die anstehende Transformation zu vertiefen. Bis März 2026 müssen mindestens zwei Gemeinden – Bad Friedrichshall und Stammbach – ihre Wärmepläne vorlegen. Geplant sind unter anderem der Ausbau von Wärmenetzen von derzeit 3 auf 15 Prozent, die Installation von Wärmepumpen in der Hälfte der Wohngebäude sowie eine Senkung des Energiebedarfs um 17 Prozent durch Sanierungen.
Realistische Einblicke in die Wärmewende Die Untersuchung will die konkreten Auswirkungen des Umstiegs aufzeigen, während Baden-Württemberg seine Klimaziele verfolgt. Da der Großteil der Wärmeversorgung noch immer auf fossilen Energieträgern beruht, dokumentiert das Projekt Hürden und Lösungsansätze aus Sicht der Bevölkerung und lokaler Behörden. Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, um politische Entscheidungen und bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen.






