Collien Fernandes erhält massive Unterstützung nach Misshandlungsvorwürfen gegen Christian Ulmen
Nicolai SchlosserErste 'Arschgeigen.' Star bricht Schweigen - Collien Fernandes erhält massive Unterstützung nach Misshandlungsvorwürfen gegen Christian Ulmen
Die öffentliche Unterstützung für Collien Fernandes hat zugenommen, seit sie den Schauspieler Christian Ulmen der Misshandlung beschuldigt hat. Die Vorwürfe wurden erstmals am 19. März 2024 im Spiegel veröffentlicht und lösten eine Welle der Solidarität von prominenten Persönlichkeiten aus. Darunter lobte die Schauspielerin Pheline Roggan Fernandes dafür, dass sie nicht nur für sich selbst, sondern für alle Frauen, die ähnliche Erfahrungen machen, an die Öffentlichkeit gegangen ist.
Fernandes' Aussagen sorgten für eine schnelle Reaktion in den deutschen Medien. Unternehmen wie ProSiebenSat.1 setzten die Serie Jerks., in der sowohl Fernandes als auch Ulmen mitspielten, vorläufig aus, während die Shop Apotheke ihre Werbekampagnen mit dem Schauspieler zurückzog. Bekannte Stimmen wie Ricarda Lang und Carolin Kebekus schlossen sich der Welle der Unterstützung an.
Roggan, die durch ihre Rolle in Jerks. bekannt wurde, äußerte auf Instagram ihr Mitgefühl. In einem Kommentar unter Fernandes' Beitrag schrieb sie: "Es tut mir so unendlich leid, was dir angetan wurde." Ihre Worte spiegeln einen breiten Wandel in der öffentlichen Debatte wider und greifen damit auch die Haltung der Aktivistin Gisèle Pelicot auf, die betont, dass die Scham beim Täter und nicht beim Opfer liegen sollte.
Ulmen hat sich bislang nicht direkt zu den Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt wies die Anschuldigungen zurück und kündigte rechtliche Schritte an, wobei er die Unschuldsvermutung betonte. Unterdessen unterstrich Roggans Bewunderung für Fernandes' Mut die Bedeutung ihres Entschlusses, die Vorfälle öffentlich zu machen.
Der Fall hat die Diskussion über Misshandlung in der deutschen Unterhaltungsbranche neu geprägt. Fernandes' Anschuldigungen und die darauffolgende Solidarität haben die Kraft des Zusammenhalts unter Frauen verdeutlicht. Während nun juristische Verfahren drohen, zeigt die Reaktion der Branche – von unternehmerischen Maßnahmen bis hin zu öffentlichen Stellungnahmen – ein wachsendes Verlangen nach Verantwortung und Konsequenz.






