25 June 2026, 20:23

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – doch nicht alle Busse sind betroffen

Landkreis Emmendingen testet Einschnitte im öffentlichen Verkehr: Abendbusse auf der Kippe?

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – doch nicht alle Busse sind betroffen

Die Kreisverwaltung Emmendingen hat Sparpläne für den örtlichen Nahverkehr vorgelegt. Steigende Betriebskosten für Bus- und Bahnverbindungen belasten den Haushalt. Nun sucht die Behörde nach Möglichkeiten, die Ausgaben zu senken, ohne die Leistungen stark einzuschränken.

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Zunächst wurde die Einführung eines Mobilitätspasses als neue Einnahmequelle erwogen. Die Idee stieß jedoch auf Skepsis, da hohe Verwaltungskosten und rechtliche Bedenken dagegen sprachen.

Auch radikalere Optionen wurden diskutiert, etwa die vollständige Streichung aller Buslinien nach 22 Uhr oder die Reduzierung stark frequentierter Verbindungen. Diese Vorschläge wurden jedoch nicht weiterverfolgt. Stattdessen liegt der Fokus nun auf der Optimierung des Schülerverkehrs und des allgemeinen Busangebots, wodurch im Haushalt 2027 voraussichtlich rund 200.000 Euro eingespart werden könnten.

Ein zentraler Vorschlag sieht vor, die Verträge für Abendbusse auf Entwicklungsstrecken zu beenden. Dies würde jährlich etwa 100.000 Euro sparen, betrifft aber Städte wie Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim. Die örtlichen Gemeinden müssen nun entscheiden, ob sie diese Abendverbindungen selbst finanzieren oder deren Betrieb bereits ab 20 Uhr einstellen.

Dennoch bleibt der Landkreis ein wichtiger Förderer des Nahverkehrs und Schülertransports. Für 2026 sind rund 9 Millionen Euro an Zuschüssen eingeplant. Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni prüfen, der Kreistag stimmt am 20. Juli über die endgültigen Maßnahmen ab. Eine Verkehrsuntersuchung 2027 soll dann weitere Kürzungen für 2028 vorbereiten.

Ziel der geplanten Änderungen ist es, den Haushalt auszugleichen, ohne die grundlegenden Verkehrsleistungen zu gefährden. Abendbusse auf bestimmten Linien könnten entfallen oder reduziert werden, sofern die Gemeinden nicht einspringen. Die endgültigen Beschlüsse stehen in den kommenden Wochen an, während langfristige Anpassungen für 2028 vorgesehen sind.

Quelle