30 April 2026, 14:43

Eskalation bei der Berliner Zeitung: Verleger Friedrich greift Kritiker scharf an

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" gedruckt, vor einem schwarzen Hintergrund angezeigt.

Eskalation bei der Berliner Zeitung: Verleger Friedrich greift Kritiker scharf an

Ein öffentlicher Streit ist zwischen Holger Friedrich, Verleger der Berliner Zeitung, und Medienkritikern entbrannt. Der Konflikt begann, nachdem Franz Sommerfeld die politische Ausrichtung der Zeitung infrage gestellt hatte. Friedrich reagierte mit einem scharf formulierten persönlichen Artikel und heizte die Auseinandersetzung damit weiter an.

Der Streit eskalierte nach dem Abschied von Anja Reich-Osang, der leitenden Reporterin der Berliner Zeitung, die das Blatt nach 30 Jahren verließ. Ihr Ausscheiden veranlasste Sommerfeld zu Kritik an der redaktionellen Linie des Blattes. Friedrich, der die Zeitung seit über sechs Jahren führt, warf daraufhin dem Medienportal kress vor, "Unsinn" zu verbreiten und einen "erfundenen Text" über seine Ehefrau veröffentlicht zu haben.

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In seiner Stellungnahme machte Friedrich nicht deutlich, dass Sommerfelds Äußerungen externe Kritik darstellten und nicht von der Berliner Zeitung selbst stammten. Zudem verteidigte er seinen Kurs und betonte, seinen ursprünglichen Text nicht ändern zu wollen. Beobachter wiesen darauf hin, dass zwar viele Journalisten auf Professionalität setzen, Friedrichs Reaktion jedoch durch ihre persönliche Schärfe auffiel.

Der Verleger ging noch einen Schritt weiter, bezeichnete die Berichterstattung von kress als "unobjektiv" und forderte das Portal auf, über die eigenen Maßstäbe nachzudenken. Seine harte Rhetorik führte bei manchen zu dem Eindruck, seine Reaktion zeuge von einem übersteigerten Selbstbewusstsein und der Schwierigkeit, Kritik zu akzeptieren.

Die Auseinandersetzung wirft Schlaglichter auf die unterschiedlichen Auffassungen von journalistischen Standards und professionellem Verhalten. Friedrichs Weigerung, zurückzuweichen, deutet darauf hin, dass der Konflikt anhalten könnte. Der Vorfall wirft zudem die Frage auf, wie Medienverantwortliche in einer sich wandelnden Branche mit öffentlicher Kritik umgehen.

Quelle