26 June 2026, 22:23

EU-Streit um Methanregeln: Deutschland bremst Klimavorgaben für Öl- und Gasimporte

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

EU-Streit um Methanregeln: Deutschland bremst Klimavorgaben für Öl- und Gasimporte

Deutschland hat sich einer Gruppe von EU-Regierungen angeschlossen, die sich gegen die geplanten Methanemissions-Vorschriften der Union für importiertes Öl und Gas aussprechen. Die Regelung zielt darauf ab, Methanlecks zu reduzieren, indem ab kommendem Jahr die Überwachung von Emissionen verlangt wird, die mit Brennstofflieferungen in die EU verbunden sind. Branchenverbände und einige Regierungen argumentieren jedoch, dass die Kontrollsysteme für die Umsetzung noch nicht bereit seien.

Die von der EU vorgeschlagenen Bestimmungen würden eine Überprüfung der Methanemissionen entlang der globalen Öl- und Gas-Lieferketten erfordern. Ab 2027 könnte die Verordnung Importe von Erdölprodukten einschränken, darunter auch Kerosin für die Luftfahrt. Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat eine Verschiebung oder Aussetzung gefordert, um Versorgungsrisiken zu vermeiden.

Zwölf weitere EU-Regierungen haben ebenfalls eine dreijährige Verzögerung beantragt. Der Streit entzündet sich an dem Spannungsfeld, in dem die EU versucht, Klimaziele mit Energiesicherheit in Einklang zu bringen – vor dem Hintergrund von Krieg, Lieferkettenstörungen und knappen Raffineriekapazitäten. Umweltverbände und Energieexperten halten dagegen, dass bereits ausreichend konforme Lieferungen verfügbar seien.

Widerstand kommt auch von Brennstofflieferanten außerhalb Europas. Die USA haben gewarnt, dass das Gesetz Gaslieferungen in die EU behindern könnte. Unternehmen, die niedrigere Methanemissionen nachweisen können, könnten sich hingegen einen Wettbewerbsvorteil in den europäischen Lieferketten verschaffen.

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Die Kontroverse unterstreicht die wachsenden Risiken für Energieabnehmer, Airlines und Infrastrukturinvestoren, da Klimavorschriften zunehmend auf gehandelte Brennstoffmärkte ausgeweitet werden. In Kürze werden die EU-Minister über die vorgeschlagene Verzögerung debattieren. Das Ergebnis wird sowohl die Emissionsstandards als auch die Energiesicherheit in den kommenden Jahren prägen.

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