30 April 2026, 00:50

Falsche Retter: Wie betrugsrecht.de Betrugsopfer mit Krypto-Tricks doppelt ausnimmt

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien nennt.

Falsche Retter: Wie betrugsrecht.de Betrugsopfer mit Krypto-Tricks doppelt ausnimmt

Eine betrügerische Website namens betrugsrecht.de zielt auf Opfer von Finanzbetrug ab und lockt sie mit falschen Versprechungen, verlorenes Geld zurückzuholen. Statt zu helfen, zapft die Masche die bereits Geschädigten weiter an – indem sie Vorabzahlungen in Kryptowährung verlangt.

Der Betrug beginnt, wenn sich Opfer an betrugsrecht.de wenden, eine Seite, die vorgibt, auf die Rückholung von Geldern nach Investmentbetrug, Krypto-Betrug, Liebesbetrug, Bankbetrug, Online-Shopping-Betrug und Unternehmensbetrug spezialisiert zu sein. Auf der Website wird dreist behauptet: "Wir holen Ihr Geld zurück!" – kombiniert mit dem Versprechen einer kostenlosen Fallprüfung ohne Vorabkosten.

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Nach dem Erstkontakt erhalten die Opfer eine E-Mail, in der ihnen ein "persönlicher Betrugsermittler" zugewiesen wird – inklusive Telefonnummer. Die Kommunikation verlagert sich anschließend auf WhatsApp, wo die Betrüger das Opfer anweisen, ein neues Krypto-Konto bei Kraken zu eröffnen. Ihnen wird versichert, dass über 70 Prozent der gestohlenen Gelder zurückgeholt werden könnten – allerdings nur, wenn sie zunächst mindestens 0,1 Bitcoin (derzeit etwa 6.000 Euro wert) einzahlen.

Sobald die Zahlung erfolgt ist, brechen die Betrüger entweder den Kontakt komplett ab oder verlangen weitere Gebühren – etwa für angebliche Steuern oder zusätzliche Kosten. Die Verluste der Opfer steigen, während die versprochene Rückerstattung ausbleibt. Die Wiederbeschaffung gestohlener Kryptowährungen gilt aufgrund der Komplexität des Sektors ohnehin als äußerst schwierig, sodass den Opfern kaum Handlungsmöglichkeiten bleiben.

Die Website des Unternehmens wirbt mit Dienstleistungen wie der Nachverfolgung von Geldern, der Koordination mit Behörden und rechtlichen Schritten. Doch all diese Angaben sind falsch – tatsächliche Rückholungsbemühungen finden nicht statt.

Opfer, die mit betrugsrecht.de in Kontakt treten, verlieren am Ende noch mehr Geld, statt ihr gestohlenes Vermögen zurückzuerhalten. Der Betrug nutzt ihre Verzweiflung aus, indem er Krypto-Einzahlungen fordert – um dann zu verschwinden oder neue Gebühren zu erfinden. Behörden warnen, dass die Rückerstattung von Geldern in solchen Fällen extrem schwierig bleibt, insbesondere im Krypto-Bereich.

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