06 May 2026, 16:29

Familienunternehmen werfen der Bundesregierung Versagen vor dem Koalitionsjubiläum vor

Ein Plakat mit einer Grafik aus farbigen Kreisen, die das US-Handelsdefizit pro Land in Milliarden US-Dollar darstellen, begleitet von erklärendem Text.

Familienunternehmen werfen der Bundesregierung Versagen vor dem Koalitionsjubiläum vor

Führende Familienunternehmen kritisieren Bundesregierung zum ersten Jahrestag der Schwarz-Rot-Koalition

Die Stiftung Familienunternehmen und Politik, die über 600 mittelgroße und große Unternehmen vertritt, wirft der Bundesregierung vor, mit ihrer Wirtschaftspolitik Firmen dazu zu drängen, im Ausland nach Gewinnen zu suchen – statt im Inland zu investieren.

Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, die deutsche Wirtschaft „blute langsam und leise aus“. Die aktuellen Rahmenbedingungen gefährdeten das exportgetriebene Geschäftsmodell des Landes, so Kirchdörfer. Viele Familienbetriebe hatten große Erwartungen in die Koalition gesetzt – doch diese seien bis heute enttäuscht worden.

Kirchdörfer verwies zudem auf übergeordnete Herausforderungen jenseits der deutschen Grenzen: Die USA untergrüben seiner Ansicht nach die Planbarkeit im Welthandel und erschwerten Unternehmen damit die langfristige Strategie. Gleichzeitig kämpften europäische Politiker mit bürokratischen Hürden in den eigenen Reihen – was die Unsicherheit weiter verschärfe.

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Das Vorstandsmitglied betonte, die Regierung müsse nun entschlossen handeln. Gefragt seien vernünftige Politiken, die sowohl die Wirtschaft als auch künftige Generationen stärkten. Doch von weniger Bürokratie oder Ausgabenkürzungen sei nichts zu erkennen – zur Frustration der Unternehmen.

Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der sich immer mehr Familienfirmen nach Wachstumschancen im Ausland umsehen. Ohne Kurskorrektur in der Politik, so die Warnung der Stiftung, drohe Deutschland seinen Wettbewerbsvorteil zu verlieren. Kirchdörfer machte deutlich: Für die aktuelle Regierung sei Scheitern keine Option mehr.

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