Forschungsprojekt "Athletin-D": Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzenathletinnen prägt
Katherina HermannForschungsprojekt "Athletin-D": Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzenathletinnen prägt
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus Spitzenathletinnen beeinflusst. Das Konsortium „Athletin-D“, geleitet von der Universität Freiburg, erforscht die Zusammenhänge zwischen Hormonen, Stress und Leistung. Ziel der Studie ist es, das Training und Gesundheitsmanagement von Sportlerinnen zu verbessern.
Das auf vier Jahre angelegte Projekt vereint Forscherinnen und Forscher der Universitäten Bochum, Wuppertal sowie der Technischen Universität München. Sie arbeiten eng mit Athletinnen, Trainer:innen und Spitzenverbänden zusammen, um die Erkenntnisse direkt in der Praxis anzuwenden. Die Finanzierung in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro stammt vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft.
Am Standort Freiburg konzentriert sich das Team um Jana Strahler auf hormonelle Prozesse, Stressfaktoren und Lebensgewohnheiten. Ihre Arbeit untersucht, wie diese Aspekte Leistung, Regeneration und psychische Gesundheit prägen. Besonders im Fokus stehen dabei geschlechtsspezifische Unterschiede – vor allem im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus.
Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement. Dieses Tool soll Sportlerinnen ermöglichen, ihre Routinen basierend auf persönlichen Bedürfnissen zu optimieren.
Das Projekt könnte die Trainingsmethoden im Spitzensport grundlegend verändern. Durch ein besseres Verständnis hormoneller und psychologischer Faktoren könnten Trainer:innen und Sportwissenschaftler:innen effektivere Programme entwickeln. Zudem könnten die Ergebnisse zu einem verbesserten langfristigen Gesundheitsschutz für Frauen im Wettkampfsport beitragen.






