Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit gegen wachsende Bedrohungen
Katherina HermannFreiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit gegen wachsende Bedrohungen
Freiburg wird bald einen Schutzzaun um seine Synagoge errichten
Die Entscheidung folgt wachsenden Sicherheitsbedenken und einer Zunahme von Angriffen auf jüdisches Leben in ganz Deutschland. Die Jüdische Gemeinde fordert seit Langem besseren Schutz und begrüßt den Schritt der Stadt, das Projekt zu finanzieren.
Die neue Absperrung besteht aus einer 1,75 Meter hohen Stahlpalisade, die transparent gestaltet ist, um sich harmonisch in das Umfeld des Platzes einzufügen. Ein torförmiger Menora-Eingang wird den Zugang markieren. Die Gesamtkosten werden auf 120.000 Euro geschätzt, wobei der Zentralrat der Juden in Deutschland 27.500 Euro beisteuert. Die Stadt übernimmt die verbleibenden Ausgaben.
Die Planung und Umsetzung übernimmt der Caritasverband Freiburg. Der Zaun soll zudem einen würdevollen Gedenkort schaffen, in den Grundsteine der ehemaligen Synagoge integriert werden. Oberbürgermeister Martin Horn betonte die Bedeutung des Schutzes jüdischen Lebens, räumte jedoch ein, dass die Notwendigkeit solcher Maßnahmen zutiefst beunruhigend sei.
Nikita Nikischin, Sicherheitsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, erklärte, der Zaun werde helfen, Mitglieder und die Synagoge selbst besser zu schützen. Das Projekt wurde nach monatelanger Abstimmung zwischen der Stadt und jüdischen Vertretern genehmigt.
Die Fertigstellung des Zauns ist für die kommenden Monate geplant. Seine Errichtung unterstreicht sowohl das Engagement der Stadt für Sicherheit als auch die anhaltenden Herausforderungen, denen sich jüdische Gemeinden in Deutschland gegenübersehen. Der Gedenkbereich soll zudem an die Geschichte der Synagoge erinnern.






