Freiburger Verpackungssteuer bringt lokale Wirtschaft in Bedrängnis
Sabrina RoskothFreiburger Verpackungssteuer bringt lokale Wirtschaft in Bedrängnis
Freiburger Verpackungssteuer stößt auf massiven Widerstand
Die Freiburger Steuer auf Einwegverpackungen sieht sich wachsender Kritik von lokalen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden ausgesetzt. Der Verband Badischer Unternehmen und Verbände (VBU) fordert die sofortige Abschaffung der Abgabe und warnt vor steigenden Kosten und Arbeitsplatzverlusten in der gesamten Stadt. Restaurants, Caterer und Lieferdienste geben an, dass die Steuer sie an den Rand des Ruins treibe.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Einige Betriebe haben Aufträge verloren oder müssen mit sinkenden Bestellzahlen kämpfen, da Kunden nach günstigeren Alternativen suchen. Andere berichten von Mehrkosten in Höhe mehrerer hundert Euro für einzelne Veranstaltungen – eine Belastung, die ohnehin knappe Budgets weiter strapaziert.
Kritiker monieren zudem, dass der Umstieg auf Mehrwegverpackungen in der Praxis weitaus schwieriger ist als theoretisch angenommen. Viele Unternehmen scheitern daran, solche Systeme in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Der VBU betont, die Steuer sei in ihrer aktuellen Form undurchführbar, und drängt die Politik zum schnellen Handeln.
Die Freiburger Stadtverwaltung hat eine Überprüfung der Regelung für den Herbst angekündigt. Doch für die betroffenen Betriebe kommt diese Frist zu spät. Sie warnen, dass weitere Verzögerungen zu zusätzlichen Entlassungen führen könnten – einige Unternehmen haben bereits Personal abgebaut, um die finanziellen Belastungen zu stemmen.
Der dringende Appell des VBU unterstreicht den zunehmenden Druck auf die lokale Wirtschaft. Ohne Anpassungen könnte die Steuer in den kommenden Monaten zu weiteren Kündigungen und Auftragsverlusten führen. Die für den Herbst geplante Prüfung durch die Stadt könnte für viele kämpfende Unternehmen zu spät kommen.






