Führungswechsel am THEAS-Theater: Claudia Timpner übergibt an Kornelia Eng-Huniar
Katherina HermannFührungswechsel am THEAS-Theater: Claudia Timpner übergibt an Kornelia Eng-Huniar
Am THEAS-Theater steht ein Führungswechsel bevor: Claudia Timpner gibt nach einer Phase des Wachstums die Leitung ab. Ihr Ausscheiden am 1. August 2023 beendet eine prägende Ära, in der sie die Institution maßgeblich geprägt hat. Ihre Nachfolgerin wird Kornelia Eng-Huniar, die das Theater in eine neue Phase führen soll. Der Wechsel vollzieht sich zu einem Zeitpunkt, an dem das THEAS seine kreativen und sozialen Initiativen in der Region weiter ausbaut.
Claudia Timpner übernahm 2022 die Leitung des THEAS und steuerte das Haus durch schwierige Zeiten, während sie gleichzeitig dessen Wirkungskreis erweiterte. Unter ihrer Führung stieg die Zahl der jährlichen Aufführungen auf 60 bis 70 Produktionen, die jährlich rund 3.500 Zuschauer:innen anzogen. Neben ihrer Leitungstätigkeit wirkte sie auch als Schauspielerin, Dozentin und künstlerische Leiterin mit und prägte so das vielseitige Programm des Theaters.
Die Theater-Schule des THEAS bietet mittlerweile 20 Kurse an, an denen etwa 300 Teilnehmer:innen aller Altersgruppen teilnehmen. Timpner stärkte zudem den sozialen Auftrag des Theaters: Sie erweiterte Projekte für Kinder und Jugendliche und setzte neue Impulse für mehr Inklusion.
Ihre Nachfolgerin, Kornelia Eng-Huniar, ist seit 2011 Teil des THEAS. Die ausgebildete Opernsängerin mit umfangreicher Bühnenerfahrung unterstützte Timpner in den vergangenen Jahren auch in administrativen Funktionen. Ihr Debüt als Direktorin gibt sie mit einer Neuinszenierung von Bitte (Nicht) Einsteigen, die speziell für sehbehinderte Zuschauer:innen adaptiert wurde.
Timpners Rückzug ermöglicht ihr die Rückkehr zu ihrer eigenen künstlerischen Arbeit, doch ihr Einfluss auf die künstlerische und pädagogische Ausrichtung des THEAS bleibt bestehen. Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase kontinuierlichen Wachstums, mit steigenden Zuschauerzahlen und einem erweiterten Programmangebot. Eng-Huniars Erfahrung als Künstlerin und Managerin qualifiziert sie, die Entwicklung des Theaters fortzuführen – während Timpners Vermächtnis ein gestärktes, inklusiveres Haus ist. Die Neuauflage von Bitte (Nicht) Einsteigen wird den Auftakt dieser neuen Ära markieren.






