"Grüne Ufer" feiert Uraufführung: Eine Liebesgeschichte zwischen Zeit und Ewigkeit
Nicolai Schlosser"Grüne Ufer" feiert Uraufführung: Eine Liebesgeschichte zwischen Zeit und Ewigkeit
Premiere in Jekaterinburg: „Grüne Ufer“ – ein Bühnenstück über Liebe jenseits der Zeit
In Jekaterinburg hat ein neues Theaterstück nach dem Roman „Grüne Ufer“ von Gennadi Alexejew Premiere gefeiert. Regie führte Lilia Bornaschewa, die die Geschichte über eine Liebe, die sich über Zeit und parallele Existenzformen erstreckt, für die Bühne adaptierte. Die Inszenierung besticht durch ein kleines Ensemble, das in einem intimen Theaterraum mehrere Rollen übernimmt.
Die Inspiration zu „Grüne Ufer“ fand Alexejew in einem Foto der Sängerin Anastassija Wjalzewa aus der vorrevolutionären Zeit. Ausgehend von diesem Bild schuf er einen Roman über einen sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre, der einer Chansonette aus der Vergangenheit begegnet. Die Geschichte endet nicht glücklich, doch die Liebenden finden im Tod zueinander – ein melancholisch-schönes Finale, das beim Publikum nachhallt.
Die Uraufführung fand im „Tvary“, einem privaten Theater in Jekaterinburg, statt. Die Schauspielerin Jelena Iwanowa verkörpert neun verschiedene Figuren, während Oleg Dulenkin den Leningrader Schriftsteller spielt – eine Figur, die Alexejew selbst nachempfunden sein soll. Bornaschewa, die die Adaption inszenierte, zählt den Roman zu den drei bedeutendsten Fantasiewerken über parallele Existenzformen.
Die Regisseurin gab auch Einblicke in Alexejews kreativen Prozess: Seine Faszination für Wjalzewas Foto führte zu einer Erzählung, die Geschichte, Romantik und Übernatürliches verbindet. Die Bühnenfassung bleibt den Themen des Romans treu und bringt dessen vielschichtige Handlung lebendig auf die Bühne.
Die Aufführungen im „Tvary“ bieten die seltene Gelegenheit, eine komplexe Liebesgeschichte in einem intimen Rahmen zu erleben. Mit seiner Mischung aus historischem Flair und emotionaler Tiefe zieht „Grüne Ufer“ weiterhin Aufmerksamkeit auf sich – als ungewöhnliche Reflexion über Zeit und Verbindung. Die Vorstellungen unterstreichen sowohl die zeitlose Faszination des Romans als auch das Können des kleinen, aber vielseitigen Ensembles.






