30 March 2026, 20:33

Hubertz plant staatliche Wohnungsbaugesellschaft als "Game-Changer" gegen Wohnungsmangel

Schwarz-weißer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts, zeigt detaillierte Layout mit beschrifteten Räumen und strukturellen Elementen.

Hubertz plant staatliche Wohnungsbaugesellschaft als "Game-Changer" gegen Wohnungsmangel

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für die Gründung einer neuen bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft angekündigt. Mit diesem Vorhaben soll der Wohnungsmangel in Deutschland bekämpft und der langfristige Wohnungsbau gefördert werden. Hubertz bezeichnete den Vorschlag als möglichen "Game-Changer" für den Sektor.

Die Idee geht auf einen Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil zurück, der eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft ins Spiel gebracht hatte. Hubertz präzisierte, dass die Gründung einer solchen Gesellschaft Änderungen am Grundgesetz erfordern würde. Gleichzeitig betonte sie, dass umfassendere Reformen notwendig seien, da sich die bestehende Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vor allem an Bundesbedienstete richte.

Die Ministerin räumte ein, dass der SPD in der Vergangenheit Reformblockaden vorgeworfen worden seien. Sie unterstrich die Notwendigkeit zügiger politischer Kurswechsel und einer langfristigen "Zukunftsvision" für die Partei. Zudem hob Hubertz hervor, dass harte Arbeit den Menschen ein würdevolles Leben ermöglichen solle – inklusive der Chance auf Wohneigentum.

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Die Debatte über staatlichen Wohnungsbau dauert bereits seit Jahren an. Seit 2021 setzt die deutsche Ampelkoalition im Nationalen Aktionsplan darauf, Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden – unter anderem durch "Housing First"-Projekte, Studentenwohnheime und den Ausbau des sozialen Wohnungsbaus. Im Koalitionsvertrag für 2025 wurden zudem der Bau von mehr Wohnraum und gemeinschaftliche Wohnformen für junge Menschen priorisiert. Berlin hat bereits die Steuerung von Obdachlosenunterkünften zentralisiert, ähnlich wie in anderen europäischen Ländern.

Die geplante Wohnungsbaugesellschaft würde einen bedeutenden Schritt in der deutschen Wohnungspolitik darstellen. Bei einer Umsetzung könnte sie den Wohnungsbau neu gestalten und den chronischen Mangel angehen. Bevor das Vorhaben vorankommt, sind jedoch Verfassungsänderungen und weitere Reformen erforderlich.

Quelle