Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff nach nur 18 Monaten
Sabrina RoskothJungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff nach nur 18 Monaten
Jungheinrich: Finanzvorständin Heike Wulff verlässt den Konzern nach weniger als zwei Jahren
Der Staplerhersteller Jungheinrich steht vor einem bedeutenden Führungswechsel: Heike Wulff, die Finanzchefin des Unternehmens, scheidet nach nicht einmal zwei Jahren im Amt aus dem Vorstand aus. Die Entscheidung fällt in eine Phase finanzieller Herausforderungen und eines deutlichen Rückgangs des Börsenwerts.
Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, ihr Vertrag sollte ursprünglich bis Mai 2027 laufen. Doch nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Aufsichtsrat wird ihr Mandat nicht verlängert. Der Schritt folgt auf eine schwierige Phase für das Unternehmen, in der sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbierte.
Der Profiteinbruch wird auf den harten Wettbewerb in der Branche sowie einen Streik im Werk Lüneburg zurückgeführt. Diese Rückschläge belasteten auch das Vertrauen der Anleger: Die Marktkapitalisierung von Jungheinrich ist seit Ende 2025 um fast 30 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro gesunken.
Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, übernimmt Konzernchef Lars Brzoska die Finanzressorts kommissarisch. Das Unternehmen bleibt mehrheitlich im Besitz der Nachkommen des Gründers Friedrich Jungheinrich – dessen beiden Töchter halten mit ihren Familien 54 Millionen Stammaktien, was 53 Prozent der Anteile entspricht. Die verbleibenden 45 Millionen stimmlosen Vorzugsaktien, die im MDAX notiert sind, befinden sich größtenteils in Streubesitz.
Mit Wulffs Abgang steht Jungheinrich nun vor der Aufgabe, in einer kritischen Phase einen neuen Finanzvorstand zu finden. Gleichzeitig muss der Konzern seine wirtschaftliche Performance stabilisieren und sich in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld behaupten. Brzoskas vorübergehende Leitung des Finanzbereichs soll bis zur Ernennung eines Nachfolgers für Kontinuität sorgen.






