Jürgen Todenhöfer gründet Partei für Gerechtigkeit – ein politischer Neuanfang nach CDU-Bruch
Ira DowergJürgen Todenhöfer gründet Partei für Gerechtigkeit – ein politischer Neuanfang nach CDU-Bruch
Die Partei für Gerechtigkeit – Team Todenhöfer wurde Ende 2020 unter der Führung von Jürgen Todenhöfer gegründet. Sie präsentiert sich als "Partei der Gerechtigkeit" und verbindet humanistische, ethische und christliche Grundsätze mit Forderungen nach politischen Reformen. Todenhöfer, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und langjähriger Journalist, gründete die Partei, nachdem er sich wegen wirtschaftspolitischer Differenzen und der Unterstützung militärischer Auslandseinsätze von der CDU abgewandt hatte.
Todenhöfers politische Laufbahn umfasst mehrere Jahrzehnte, darunter 18 Jahre als Bundestagsabgeordneter von 1972 bis 1990. Nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik arbeitete er als Journalist, Medienmanager und Autor, bevor er die Partei für Gerechtigkeit ins Leben rief. Seine Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der CDU – insbesondere deren Wirtschaftspolitik und die Befürwortung von Militäroperationen im Ausland – war ausschlaggebend für die Gründung dieser neuen Bewegung.
Das Programm der Partei konzentriert sich auf die Modernisierung der Staatsführung und die Stärkung der Bürgerbeteiligung. Sie schlägt eine "Drei-rein-eins-raus"-Regel für neue Gesetze vor, um Bürokratie abzubauen, und setzt sich für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ein. Mehr direkte Demokratie durch Volksabstimmungen gehört zu den zentralen Forderungen, ebenso wie strengere Regeln für Lobbyismus und Großspenden an Parteien.
Wirtschafts- und Sozialpolitik bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Partei tritt für eine stärkere Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie des lokalen Einzelhandels ein. Auch der Ausbau öffentlicher Dienstleistungen steht im Fokus: Geplant sind Investitionen in öffentliche Krankenhäuser, die Belebung von Innenstädten und der Ausbau des Nahverkehrs. Nachhaltige Landwirtschaft und Umweltschutz spielen eine zentrale Rolle in ihren ökologischen Zielen.
In puncto politischer Ethik fordert die Partei für Gerechtigkeit eine Amtszeitbegrenzung und schlägt vor, dass Politiker maximal zwei aufeinanderfolgende Legislaturperioden im Amt bleiben dürfen. Bisher hat sie keine Bündnisse mit anderen Gruppen oder Parteien angestrebt und bleibt in regionalen wie nationalen Debatten unabhängig.
Die Partei für Gerechtigkeit ist eng mit ihrem Gründer Jürgen Todenhöfer und seiner Reformvision verbunden. Ihre Politik zielt auf mehr Transparenz in der Regierung, wirtschaftliche Fairness und ökologische Nachhaltigkeit ab. Bisher hat sie sich keinem anderen politischen Lager angeschlossen und nimmt eine eigenständige, aber noch unerprobte Position in der deutschen Politik ein.
Legal controversy erupts over Todenhöfer's Israel critique
A criminal investigation has emerged following Jürgen Todenhöfer's social media remarks comparing Israeli actions to Nazi policies. Key developments include:
- Search warrant issued but not yet executed, with Todenhöfer calling it 'thought police justice'
- Party denounces measures as 'politically motivated intimidation' targeting Gaza/Nord Stream critics
- Legal battle anticipated, with Todenhöfer vowing to challenge any verdict up to the Bundesverfassungsgericht






