K+S revolutioniert Energieversorgung mit direktem Windstrom für Werra-Werk
Nicolai SchlosserK+S revolutioniert Energieversorgung mit direktem Windstrom für Werra-Werk
K+S setzt auf Erneuerbare: Windkraft direkt für Werra-Werk
Der Düngemittelhersteller K+S hat einen wichtigen Schritt in Richtung erneuerbare Energien gemacht und mit der Hamburger MPC Capital einen direkten Stromliefervertrag abgeschlossen. Ab August werden zwei Windkraftanlagen das Werra-Verbundwerk ohne Nutzung des öffentlichen Netzes mit Energie versorgen. Das Vorhaben unterstützt das Ziel des Unternehmens, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Die beiden von MPC Capital betriebenen Anlagen nordöstlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen verfügen über eine Gesamtleistung von 11,4 Megawatt. Der von ihnen erzeugte Strom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen am Standort Werra.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss der Windkraftanlagen; die technischen Arbeiten wurden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Durch den direkten Stromeinkauf kann das Unternehmen langfristig Planungssicherheit bei den Energiekosten schaffen und Netzentgelte sparen. Gleichzeitig entlastet die Lösung das lokale Stromnetz im Werra-Tal.
Dr. Jens Christian Keuthen, im K+S-Vorstand zuständig für Dekarbonisierung und Energie, betonte, dass das Projekt zur Unternehmensstrategie passe. Da es für diese Art von Vertrag kein Vorbild gab, handele es sich um eine komplexe, aber wegweisende Zusammenarbeit für beide Seiten.
Die direkte Stromlieferung ermöglicht es K+S, erneuerbare Energien effizienter für die Kaliproduktion zu nutzen. Branchenweit ist es das erste Projekt dieser Art, das vollständig auf das öffentliche Netz verzichtet. Langfristig soll es einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen des Konzerns leisten.
