26 June 2026, 00:28

Kleinbäuer:innen fordern mehr Klimahilfe – doch nur 0,36 Prozent fließen zu ihnen

Blog  25 Jun, 2026
                
              
               Wie sich das Klima verändert, fordern Kleinbauern direkten Zugang zu Finanzmitteln

Kleinbäuer:innen fordern mehr Klimahilfe – doch nur 0,36 Prozent fließen zu ihnen

In Bonn fanden kürzlich die Tagungen der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention (SB64) statt. Während der Veranstaltung brachten Vertreter von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die 95 Millionen Landwirt:innen vertreten, ihre Besorgnis über die zunehmenden Auswirkungen von Klimaschocks auf bäuerliche Gemeinschaften weltweit zum Ausdruck.

Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota schilderten die Herausforderungen, mit denen Kleinbäuer:innen konfrontiert sind. Sie betonten, wie Klimafolgen und unvorhersehbare Produktionskosten ihre Existenzgrundlage bedrohen. Dabei erzeugen diese Landwirt:innen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien – darunter Grundnahrungsmittel wie Kaffee, Kakao und Reis.

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Das Bündnis Family Farmers for Climate Action nutzte die Plattform, um konkrete Maßnahmen einzufordern. Gefordert wurde die Einrichtung eines Fonds für Widerstandsfähigkeit und Ermächtigung von Bäuerinnen und Bauern, der Kleinbäuer:innen direkt unterstützt. Aktuell fließen lediglich 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen an diese Landwirt:innen und ihre Organisationen.

Die Vertreter:innen unterstrichen, dass bäuerlich geführte Lösungen – etwa agroökologische und naturverträgliche Ansätze – die Widerstandsfähigkeit stärken und die Artenvielfalt schützen können. Sie argumentierten, dass Kleinbäuer:innen nicht nur Empfänger:innen von Hilfe sind, sondern aktive Partner im Klimaschutz.

Das Bündnis rief Regierungen und Geberländer auf, direkt in Kleinbäuer:innen zu investieren, um ihre Klimaresilienz zu stärken. Eine solche Unterstützung sei entscheidend für die globale Ernährungssicherheit und nachhaltige Landnutzung, hieß es. Der Appell spiegelt das Bestreben wider, ihre zentrale Rolle bei der Bewältigung der Klimakrise stärker anzuerkennen.

Quelle