Kleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch keine Gefahr für Mensch und Umwelt
Sabrina RoskothKleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch keine Gefahr für Mensch und Umwelt
Kleines Leck im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg 1 am 10. März 2026 entdeckt
Im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg wurde am 10. März 2026 ein geringfügiges Leck festgestellt. Betroffen waren zwei korrodierte Rohrverbindungen an einem Wassertank, doch Behörden bestätigten, dass von dem Vorfall keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt ausging.
Die Undichtigkeiten traten in einem System auf, das zur Behandlung potenziell radioaktiven Abwassers dient. Das aus den beschädigten Leitungen ausgetretene Wasser floss über einen Bodenablauf zurück in das vorgesehene radioaktive Abwassersystem der Anlage. Mitarbeiter dichteten die Lecks mit Schellen ab, und ein Austausch des betroffenen Tanks ist geplant.
Unterhalb der Leckage wurden Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, doch die gemessenen Werte stellten keine Gesundheitsgefahr für das Personal dar. Der Vorfall ereignete sich innerhalb der kontrollierten Zone des Kraftwerks, sodass keine Kontamination über das Geländes hinausgelangte. Auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) wurde das Ereignis mit Stufe 0 eingestuft – das bedeutet, es hatte keine sicherheitstechnische Bedeutung.
Am 20. März bestätigte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) erhöhte Tritiumwerte in den Überwachungsdaten. Zwar bestehe keine akute Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung, doch kündigte das Ministerium verschärfte Kontrollen und eine formelle Untersuchung an. Zwei Tage später wurde ein ausführlicher Bericht auf der Website des BMUV veröffentlicht. Der Vorfall wurde nach deutschen Atomrecht-Vorschriften als Meldekategorie N (Standardmeldung) eingestuft.
Das Leck konnte schnell abgedichtet werden, ohne dass Mitarbeiter oder die Umgebung zu Schaden kamen. Die Sicherheitssysteme der Anlage funktionierten wie vorgesehen, und die Aufsichtsbehörden haben zusätzliche Prüfungen eingeleitet. Eine umfassende Untersuchung soll klären, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.






