Leroy Sané bleibt eine polarisierende Figur in der deutschen Nationalmannschaft
Ira DowergLeroy Sané bleibt eine polarisierende Figur in der deutschen Nationalmannschaft
Die Diskussionen über Leroy Sanés Platz in der deutschen Nationalmannschaft haben sich in letzter Zeit zugespitzt. Die Nominierung des Flügelstürmers sorgt bei Fans und Kritikern gleichermaßen für kontroverse Meinungen. Seine Leistungen werden dabei besonders genau unter die Lupe genommen.
Neuen Auftrieb erhielt die Debatte, nachdem Stuttgarter Anhänger Sané während eines Testspiels ausgebuht hatten. Trotz dieser Reaktion berief Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn in den WM-Kader. Selbst ein überzeugender Auftritt beim 7:1-Sieg gegen Curaçao konnte seine Kritiker kaum besänftigen.
Schon zuvor hatte Sané im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei im November 2022 eine entscheidende Rolle gespielt: Er erzielte zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Dennoch sahen Kritiker seinen Wechsel zu Galatasaray als Wendepunkt, der seine Chancen in der Nationalelf geschmälert habe.
Mannschaftskollegen wie Joshua Kimmich und Nagelsmann stellten sich öffentlich hinter Sané. Sie betonten seine Laufbereitschaft und defensiven Leistungen. Doch selbst nach dem spielentscheidenden Treffer beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen die USA hielten die Vorwürfe an. Ilkay Gündoğan enthüllte später in einer Der Spiegel-Kolumne, dass Sané sich ständig unter Druck fühle – als warte man nur darauf, dass er scheitere.
Sané bleibt eine polarisierende Figur im deutschen Fußball. Seine Leistungen auf dem Platz haben die Zweifel nicht vollständig ausräumen können. Die Diskussion über seine Rolle in der Nationalmannschaft zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung.
