17 March 2026, 08:29

Markus Lanz: Wie er den politischen Journalismus im ZDF revolutioniert

Ein Mann in Anzug und Krawatte, der in ein Mikrofon spricht und wahrscheinlich eine Zuschauermenge anspricht.

Markus Lanz: Wie er den politischen Journalismus im ZDF revolutioniert

Markus Lanz hat sich zu einer der einflussreichsten Stimmen im politischen Journalismus Deutschlands entwickelt. Seine spätabendliche Talkshow im ZDF zieht regelmäßig große Zuschauerzahlen an – aktuelle Folgen verzeichneten fast eine Million Zuschauer. Mit seinem direkten Stil hat er maßgeblich geprägt, wie über Politik im Fernsehen diskutiert wird.

Lanz' Karriere nahm nach seinem Ausstieg als Moderator von Wetten, dass..? eine schwierige Wende. Später fand er im politischen Journalismus eine neue Richtung, einen Schritt, den er heute als Chance bezeichnet, "die Dinge zum Besseren zu wenden". Seit 2009 hält seine ZDF-Sendung stabile Quoten, mit einem jüngsten Höchstwert von 960.000 Zuschauern, die bis kurz vor 1 Uhr morgens am 25. Februar 2026 eingeschaltet blieben.

Trotz seines Erfolgs bleibt Lanz selbstkritisch. Offener als viele andere gibt er zu, Woche für Woche Fehler zu machen – doch er sieht darin jeweils eine Möglichkeit, sich zu verbessern. Sein Ansatz steht im Kontrast zur Zurückhaltung vieler Politiker, in seiner Sendung aufzutreten, was er auf deren berufliche Vorsicht zurückführt.

Lanz betrachtet die meisten seiner politischen Gäste zwar als geschickte Taktiker, zweifelt aber daran, dass sein Publikum lediglich Bestätigung für die eigenen Ansichten sucht. Stattdessen ist er überzeugt, dass die Deutschen Extremismus grundlegend ablehnen. Seine Zuversicht in die politische Zukunft des Landes bleibt ungebrochen – auch wenn die Moderation einer so prominenten Talkshow ihre Herausforderungen mit sich bringt.

Die stabilen und hohen Einschaltquoten der Sendung belegen ihren anhaltenden Erfolg. Lanz gelingt es weiterhin, scharfe politische Debatten mit einer Kultur der Selbstreflexion zu verbinden. Seine Position als prägende Figur der deutschen Medienlandschaft scheint damit fest etabliert.

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