Mercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Emissionen in der Batterie-Lieferkette zu tracken
Nicolai SchlosserMercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Emissionen in der Batterie-Lieferkette zu tracken
Mercedes-Benz hat ein Blockchain-basiertes Pilotprojekt gestartet, um CO₂-Emissionen und Materialströme in der Lieferkette für Batteriezellen zu verfolgen. Das System soll die Transparenz erhöhen und sicherstellen, dass Lieferanten die Nachhaltigkeitsstandards einhalten. Damit ist Mercedes der erste Automobilhersteller, der Blockchain-Technologie einsetzt, um den CO₂-Ausstoß in einem globalen Batterie-Liefernetzwerk abzubilden.
Das Projekt baut auf einem im vergangenen Jahr entwickelten Prototypen auf, der eine durchgängige Dokumentation von Verträgen über alle Ebenen der Lieferkette hinweg ermöglichte. Nun liegt der Fokus darauf, klimarelevante Gase sowie den Einsatz von Recyclingmaterialien in Echtzeit zu erfassen.
Mercedes-Benz will bei der Auswahl seiner Lieferanten künftig stärker auf CO₂-Einsparungen und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen achten. Das Blockchain-System soll überprüfen, ob die Nachhaltigkeitsvorgaben von allen beteiligten Unternehmen eingehalten werden – nicht nur von den direkten Partnern.
Markus Schäfer, Vorstandsmitglied bei Daimler und Mercedes-Benz, betonte die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit den Zulieferern. Diese Kooperation sei entscheidend, um das Unternehmensziel "Ambition2039" zu erreichen – eine klimaneutrale Pkw-Flotte innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte.
Das Pilotprojekt schafft vollständige Transparenz über CO₂-Emissionen und den Einsatz von Sekundärrohstoffen in der Lieferkette. Dieser Schritt unterstützt den Weg von Mercedes-Benz zur Klimaneutralität. Die gesammelten Daten sollen helfen, die Nachhaltigkeitsstandards in allen Produktionsstufen durchzusetzen.






