MVV-Energie-Chef drängt auf schnelle EEG-Reform für mehr Wind- und Solarstrom
Katherina HermannMVV-Energie-Chef drängt auf schnelle EEG-Reform für mehr Wind- und Solarstrom
Georg Müller, Vorstandsvorsitzender von MVV Energie, fordert zügige Maßnahmen zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die geplanten Änderungen sollen den Ausbau der grünen Energie in Deutschland beschleunigen – insbesondere bei Wind- und Solarstrom. MVV Energie, eines der größten Energieunternehmen des Landes, beschäftigt rund 6.100 Mitarbeiter und erzielte 2019 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.
Das EEG wurde vor 20 Jahren eingeführt, um Ökostrom durch feste Vergütungssätze und ein Umlagesystem zu fördern. Müller sieht in der aktuellen Reform nun einen entscheidenden Schritt, um die seit langem stockenden Ausbauprojekte bei Wind- und Solarenergie voranzubringen.
Er unterstützt Maßnahmen wie höhere Ausschreibungsvolumen für Onshore-Windkraft und die Aufhebung von Einschränkungen in Norddeutschland. Ein neues "Süd-Quote"-Modell mit angepassten Vergütungen könnte zudem den Ausbau im Süden Deutschlands ankurbeln, wo die Entwicklung bisher hinterherhinkt.
Müller befürwortet die Nutzung von Brachflächen für Solaranlagen, warnt jedoch davor, die Reform an Debatten über die Flächennutzung scheitern zu lassen. Besonders die Photovoltaik sei dank sinkender Kosten ein rasant wachsender Sektor, so der Manager. Positiv bewertet er zudem neue Regelungen zu Mieterstrom und Solarpflichten für Neubauten.
Der Reformentwurf setzt klare Akzente, um den Ausbau der Erneuerbaren – vor allem der Windenergie – zu beschleunigen. Wird er umgesetzt, könnte Deutschland damit Jahre der verpassten Klimaziele aufholen. Müllers Unterstützung unterstreicht die Dringlichkeit in der Branche, nun ohne weitere Verzögerungen voranzukommen.






