17 April 2026, 02:31

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Eine Krippe in einer Kirche mit einem roten Tuch auf einem zentralen Tisch, flankiert von zwei beleuchteten Weihnachtsbäumen und einer Kronleuchter, die über einer eingezäunten Wand hängt.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Jedes Jahr am 7. Dezember begeht Deutschland den Nationalen Krippentag. Das Datum wurde bewusst gewählt, um sich harmonisch in die Adventszeit einzufügen und nicht mit dem Nikolaustag zu kollidieren. Dieser Tag würdigt eine Tradition, die sich über die Jahrhunderte erstreckt – von den Anfängen des Christentums bis in moderne Haushalte.

Die Wurzeln der Weihnachtskrippe reichen bis in die frühe christliche Praxis zurück. Im 16. Jahrhundert entstanden in Italien die ersten aufwendig gestalteten Darstellungen. In Deutschland begannen Kirchen Anfang des 17. Jahrhunderts, eigene Krippenszenen aufzubauen.

Die Tradition erlitt im Jahr 1802 einen Rückschlag, als die Säkularisation zu einem Verbot kirchlicher Krippendarstellungen führte. Doch die Praxis verlegte sich bald in private Haushalte und verbreitete sich im 19. Jahrhundert weiter. Heute hängt der Erhalt der filigranen Szenen oft von privaten Sammlern und engagierten Krippenbauvereinen ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Nationale Krippentag wurde 2020 von Sven Giese ins Leben gerufen. Er liegt zeitlich zwischen zwei weiteren vorweihnachtlichen Anlässen: dem Nationalen Weihnachtsbaumtag am 8. Dezember und dem Stechpalmentag am 19. Dezember. Diese Abfolge sorgt dafür, dass jede Feier in der hektischen Vorweihnachtszeit ihren eigenen Platz behält.

Der 7. Dezember bleibt ein fester Termin, um die Weihnachtskrippe in ganz Deutschland zu ehren. Der Tag würdigt sowohl die historischen Ursprünge als auch die anhaltenden Bemühungen, diese Tradition zu bewahren. Ohne das Engagement von Sammlern und Liebhabern wären viele dieser Kunstwerke längst in Vergessenheit geraten.

Quelle