Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was dahintersteckt
Nicolai SchlosserOberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was dahintersteckt
Die Einwohner von Oberasbach müssen sich auf eine deutliche Erhöhung der Wassergebühren einstellen. Die Stadt plant, den Preis ab dem 1. Oktober 2026 fast zu verdoppeln – von derzeit 2,08 Euro auf 4,12 Euro pro Kubikmeter. Über die neue Satzung wird am 29. Juni 2026 abgestimmt.
Hinter der Preiserhöhung stehen mehrere finanzielle Belastungen. Ein Fehlbetrag von 2,1 Millionen Euro in den vergangenen vier Jahren hat die Stadtkommunen in Bedrängnis gebracht, die Kosten zu decken. Steigende Instandhaltungskosten, darunter Reparaturen nach schweren Rohrbrüchen, verschärfen die Lage zusätzlich. Zudem hat Oberasbach die Verantwortung für Hausanschlussleitungen übernommen, was die finanziellen Verpflichtungen weiter erhöht.
Um das Defizit auszugleichen, führt die Stadt ab dem 1. Juli 2026 einen neuen „Wassercent“-Zuschlag von 10 Cent pro Kubikmeter ein. Dieser soll Projekte zum Wasserschutz finanzieren und Verluste zwischen Wasserwerk und Haushalten ausgleichen. Gleichzeitig ersetzt Oberasbach die veraltete Wassersatzung von 1995 durch einen neuen Entwurf, der sich am Musterstatut des Bayerischen Innenministeriums orientiert.
Tritt die überarbeitete Satzung wie geplant am 1. Oktober 2026 in Kraft, werden die Gebühren für die Bürger spürbar steigen. Ziel der Änderungen ist es, die Finanzierung langfristig zu stabilisieren und die dringend benötigte Wasserinfrastruktur zu sichern.
