26 June 2026, 20:20

Pistorius lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht trotz Personalmangels in der Bundeswehr ab

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf für die Einberufung

Pistorius lehnt Rückkehr zur Wehrpflicht trotz Personalmangels in der Bundeswehr ab

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht ausgeschlossen. Diese Entscheidung fällt trotz anhaltender Personalengpässe in der Bundeswehr. Er bestätigte, dass das Prinzip der Freiwilligkeit auch in den kommenden Jahren die Grundlage für die Rekrutierung bleiben werde.

Pistorius betonte, dass eine generelle Wehrpflicht nicht zur Debatte stehe. Der Mangel an Ausbildern und Infrastruktur mache ein solches Vorhaben undurchführbar. Auch eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung sei vorerst vom Tisch.

Der Minister verwies auf das stetige Wachstum der Streitkräfte. Die Bundesregierung beobachte die Entwicklung und den Ausbau der Truppenstärke genau. Um Lieferkettenrisiken zu begegnen, wurde ein Runden Tisch eingerichtet, der den Austausch zwischen Rüstungsindustrie und Verteidigungssektor fördern soll.

Bei den Verteidigungsausgaben wies Pistorius auf die steigenden Kosten großer Projekte hin. Das Fregattenprogramm F126 beläuft sich mittlerweile auf über 18 Milliarden Euro – eine Steigerung um 8 Milliarden im Vergleich zu früheren Schätzungen. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit, moderne Technologien und kostengünstige Drohnen einzusetzen, um die militärische Schlagkraft zu erhalten.

Die Koalition hat sich auf mögliche Korrekturmaßnahmen verständigt. Sollten in Zukunft mehr Stellen als qualifizierte Bewerber zur Verfügung stehen, würden zusätzliche Schritte eingeleitet. Pistorius plädierte außerdem dafür, das Know-how der Automobilindustrie stärker für die Rüstungsbranche zu nutzen.

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Die Bundeswehr wird weiterhin auf Freiwillige statt auf Wehrpflichtige setzen. Die Kostenexplosion bei Projekten wie der F126-Fregatte bleibt jedoch ein Problem. Die Regierung ergreift Maßnahmen, um Lieferketten abzusichern und die Verteidigungsfähigkeiten durch Technologie und Industriekooperationen zu stärken.

Quelle