Raucher in Zugtoilette lösen Notbremsung bei Karlsruhe aus – Polizei nimmt Schwarzfahrer fest
Sabrina RoskothRaucher in Zugtoilette lösen Notbremsung bei Karlsruhe aus – Polizei nimmt Schwarzfahrer fest
Zwei Männer lösten auf einem Zug durch Rauchen in der Toilette einen Feueralarm aus und zwangen den Zug so zu einer Notbremsung in der Nähe von Karlsruhe. Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag, kurz bevor der Zug den Karlsruher Hauptbahnhof erreichte. Die Polizei nahm beide Männer später wegen Fahrkartenbetrugs und Gefährdung des Bahnverkehrs fest.
Der Alarm wurde im EuroCity 9 ausgelöst, der von Mannheim nach Karlsruhe unterwegs war. Die beiden Männer, 22 und 27 Jahre alt, waren algerische Staatsbürger ohne gültige Fahrkarten. Ihr Verhalten führte zu einer abrupten Bremsung des Zuges, wobei jedoch keine Fahrgäste verletzt wurden.
Die Bundespolizei nahm das Duo am Bahnhof in Gewahrsam. Die Beamten erstatteten Anzeige wegen Schwarzfahrens und Gefährdung des Bahnbetriebs. Dies passt in einen größeren Trend: Zwischen 2023 und 2025 verzeichnete die Deutsche Bahn rund 150 Fälle von Notbremsungen bei ICE-Zügen, viele davon in Verbindung mit Alkohol- oder Drogenkonsum. Solche Vorfälle führen häufig zu erheblichen Verspätungen.
Den Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen für ihr Handeln. Notbremsungen, oft durch rücksichtsloses Verhalten ausgelöst, beeinträchtigen weiterhin den Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen drei Jahren einen stetigen Anstieg solcher Fälle dokumentiert.






