Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Katherina HermannRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive GmbH hat Insolvenzantrag beim Amtsgericht Esslingen gestellt. Das Unternehmen, bekannt für seine hochwertigen Autositze, betreibt ein Werk in Kirchheim unter Teck mit 215 Beschäftigten. Den Mitarbeitern soll die Antragstellung laut Berichten nicht im Voraus mitgeteilt worden sein.
Die angeschlagene Sparte war ursprünglich 2011 von Johnson Controls übernommen worden. Fünf Jahre später gliederte Johnson Controls sein Autositze-Geschäft im Rahmen einer Umstrukturierung aus und überführte es in ein neues Unternehmen namens Adient. 2020 verkaufte Adient Recaro Automotive schließlich an die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Raven Acquisitions, LLC.
Recaro Automotive spezialisiert sich auf Premium-Sitze für Fahrzeuge wie den Ford Mustang Dark Horse. Trotz der Insolvenz bleiben andere Geschäftsbereiche unter der Marke Recaro davon unberührt.
Die Gewerkschaft IG Metall fordert nun alle möglichen Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze. Der Verband setzt sich für eine nachhaltige Lösung ein, um die Zukunft der 215 Beschäftigten am Standort Kirchheim zu sichern.
Der Insolvenzantrag markiert eine bedeutende Wende für Recaro Automotive. Im Mittelpunkt der anstehenden Gespräche stehen nun die Arbeitsplatzsicherheit und die langfristige Perspektive der Sparte. Die Ergebnisse werden entscheiden, ob die Produktion unter neuer Führung fortgeführt oder alternative Lösungen gefunden werden.






