01 May 2026, 02:36

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Ausschreitungen und früherem Abbruch

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen.

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Ausschreitungen und früherem Abbruch

Über 2.000 Menschen nahmen an der jährlichen Frauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" bekannte Veranstaltung zog nach Polizeischätzungen etwa 2.600 Teilnehmer:innen an. Beamte berichteten von einer angespannten Stimmung, als während des Marsches Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf sie geworfen wurden.

Die Kundgebung begann am Kottbusser Damm und endete auf der Köpenicker Straße. Die Organisator:innen beendeten die Demonstration etwa zehn Minuten früher als geplant. Die Teilnehmenden trugen Transparente, skandierten Parolen und erklärten, sie würden rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung nicht länger hinnehmen. In einer Erklärung betonten sie, sich öffentliche Räume zurückzuerobern und patriarchale Strukturen zu bekämpfen.

Rund 1.800 Polizist:innen waren am Donnerstag in der Stadt im Einsatz, um sowohl die Demonstration als auch die Walpurgisnacht-Feiern abzusichern. Während des Marsches wurde eine Person wegen Beleidigung einer Beamtin festgenommen. Zudem wurden vier Fälle von Sachbeschädigung registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen.

Für Freitag sind in verschiedenen Berliner Stadtteilen weitere Großdemonstrationen geplant. Die Behörden kündigten eine verstärkte Polizeipräsenz an – insgesamt sollen 5.300 Beamte im Einsatz sein.

Die "Reclaim the Night"-Veranstaltung endete früher als vorgesehen, nachdem es zu Ausschreitungen gekommen war. Die Polizei dokumentierte mehrere Zusammenstöße, bei denen Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände geworfen wurden, sowie leichte Sachbeschädigungen. Angesichts weiterer geplanter Proteste am Freitag bleibt die Polizei in der Hauptstadt in erhöhter Alarmbereitschaft.

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