03 April 2026, 00:37

Revolution beim Laden: Wie das Banula-Modell Elektro-Lkw und E-Autos flexibler macht

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenen Infrastruktur, Grünflächen und einer Brücke im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Revolution beim Laden: Wie das Banula-Modell Elektro-Lkw und E-Autos flexibler macht

Neues System für das Laden von Elektro-Lkw nimmt in Deutschland Gestalt an

Die Bundesregierung hat das Durchsatzmodell als Grundlage für Ausschreibungen im Bereich der Ladeinfrastruktur eingeführt. Damit sollen Abrechnung vereinfacht und der Zugang zu öffentlichen Ladestationen bundesweit ausgeweitet werden.

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Das Forschungsprojekt Banula, geleitet vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Autofahrer können nun ihren eigenen Stromvertrag an öffentlichen Ladestationen in ganz Deutschland nutzen. Eine Teststation am Standort Harthausen des Unternehmens OLI Systems – betrieben mit Technologie von Amperfied – ist bereits in Betrieb.

An dem Projekt sind acht Partner aus Industrie und Wissenschaft beteiligt. Ihr Ziel ist ein einheitliches Abrechnungssystem, das Infrastrukturgebühren von den Stromkosten trennt. Dadurch lässt sich der Verbrauch präzise erfassen, während Nutzer ihren Energieanbieter frei wählen können.

Bis April 2026 werden zwei der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber – 50Hertz und Amprion – das Banula-Modell in ihren Netzgebieten umgesetzt haben. Ein flächendeckender Ausbau ist über das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) geplant, mit standardisierten Ausschreibungen ab 2026. Bis 2028 soll das System bei allen Netzbetreibern verfügbar sein.

OLI Systems spielt eine zentrale Rolle, indem es virtuelle Bilanzkreise in drei der vier deutschen Netzgebiete verwaltet. Diese Struktur erleichtert Ladeanbietern den Einstieg in das Banula-Ökosystem. Die Pilotphase startete im Netzgebiet von TransnetBW und wird nun auf ein zweites Netzgebiet ausgeweitet.

Das Banula-Modell ermöglicht es E-Auto-Fahrern, an jeder Ladestation zu tanken, ohne ihren bestehenden Stromvertrag wechseln zu müssen. Die Expansion des Systems wird durch staatliche Ausschreibungen und standardisierte Verfahren vorangetrieben. Bei Erfolg könnte es die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland grundlegend verändern.

Quelle