29 March 2026, 00:32

Sexuelle Belästigung in S-Bahn: 21-Jähriger in Baden-Württemberg angegriffen

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit einem 'Reise, wenn du wagst' Schild oben, flankiert von Geländern und sichtbaren Stationswänden.

Sexuelle Belästigung in S-Bahn: 21-Jähriger in Baden-Württemberg angegriffen

Sexuelle Belästigung in S-Bahn: 21-Jähriger in Baden-Württemberg betroffen

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Ein 21-jähriger Mann ist Anfang dieses Monats in einer S-Bahn in Baden-Württemberg sexuell belästigt worden. Der Vorfall ereignete sich am 6. März 2025 gegen 7:15 Uhr in der S2 zwischen Grunbach und Waiblingen. Die Bundespolizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Täter eingeleitet.

Laut Berichten näherte sich ein 59-jähriger Deutscher dem Opfer auf dem Zug in sexuell aufdringlicher Weise. Er soll dem jüngeren Mann seine bekleideten Genitalien an den Körper gedrückt haben, bevor er an der Station Waiblingen ausstieg. Sowohl der Beschuldigte als auch das Opfer und weitere Beteiligte verließen den Zug am selben Haltepunkt.

Ein Zeuge des Vorfalls alarmierte die Landespolizei, die umgehend reagierte. Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung.

Die Bundespolizei unterstützt seit Langem Kampagnen, die Passanten dazu ermutigen, bei verbaler oder körperlicher Belästigung einzugreifen. Initiativen wie die 2023 gestartete Aktion im Landkreis Waldeck-Frankenberg zielen darauf ab, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen – doch die Anzeigenquote bleibt gering. So zeigte etwa die EU-LGBTI-Erhebung 2020 für Deutschland, dass nur 13 Prozent der Fälle physischer oder sexualisierter Gewalt zur Anzeige gebracht wurden.

Der nun beschuldigte Mann muss sich wegen des Verdachts verantworten und könnte bei einer Verurteilung mit Strafen rechnen. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf das anhaltende Problem von Belästigungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Polizei ruft weiterhin dazu auf, Vorfälle zu melden und – sofern sicher – einzugreifen.

Quelle