SPD streitet über 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung für Abgeordnete
Eine geplante Gehaltserhöhung für deutsche Abgeordnete hat innerhalb der SPD eine Debatte ausgelöst. Die um 4,2 Prozent vorgesehene Anpassung, die am 1. Juli in Kraft treten soll, folgt einem seit 2014 geltenden automatischen System, das die Bezüge an die Lohnentwicklung koppelt. Doch wächst nun der Widerstand – und es stellt sich die Frage, ob die Erhöhung in diesem Jahr tatsächlich umgesetzt werden sollte.
Das automatische Anpassungssystem war 2014 eingeführt worden, um die Diäten der Bundestagsabgeordneten an den nominalen Lohnindex zu binden. Die für dieses Jahr geplante Erhöhung um 4,2 Prozent stößt jedoch innerhalb der SPD-Fraktion auf Kritik. Dirk Wiese, erster parlamentarischer Geschäftsführer der Partei, räumte zwar ein, dass das System grundsätzlich funktioniere, argumentierte aber, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage eine Aussetzung der Erhöhung rechtfertige.
Wiese betonte, dass die Abgeordneten ihre Bezüge nicht selbst festlegten – die Anpassungen erfolgten automatisch. Dennoch sprach er sich dafür aus, auf die Erhöhung diesmal zu verzichten, und verwies dabei auf die wirtschaftliche Belastung und anstehende Reformen. Bereits zuvor hatte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf gefordert, die geplante Gehaltsanpassung zu streichen, und damit die interne Opposition verstärkt.
Der innerparteiliche Widerstand der SPD zeigt die Spannungen um das automatische Gehaltssystem auf. Sollte die Erhöhung tatsächlich gestoppt werden, wäre dies ein seltener Bruch mit den seit 2014 geltenden lohngebundenen Anpassungen. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Diäten der Abgeordneten wie geplant steigen oder vorerst unverändert bleiben.






