Streik im Einzelhandel: Lohnverhandlungen gescheitert – Rewe, IKEA und H&M betroffen
Nicolai SchlosserStreik im Einzelhandel: Lohnverhandlungen gescheitert – Rewe, IKEA und H&M betroffen
Im Einzelhandel ist es zum Streikaufruf gekommen, nachdem die Lohnverhandlungen gescheitert sind. Die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitgeber konnten sich in den Tarifverhandlungen nicht auf einen Kompromiss einigen. Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, IKEA und H&M wollen sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Forderungen nach höheren Löhnen und die Sorge vor der Inflation. Die Gewerkschaft pocht auf eine monatliche Erhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie auf einen jährlichen Anstieg von 150 Euro für Auszubildende pro Ausbildungsjahr. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Die Arbeitgeber haben ihr ursprüngliches Angebot trotz weiterer Gespräche nicht nachgebessert. Ihr aktueller Vorschlag sieht eine Lohnerhöhung von 2 Prozent für Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten sowie eine Steigerung von 1,8 Prozent für Großhandelsangestellte vor – nach einer langen Phase stagnierender Gehälter. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Anpassungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.
Protestaktionen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Von dem Streik betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Die Arbeitsniederlegungen werden sich auf zahlreiche Einzelhandelsbetriebe in der Region auswirken. Die Arbeitgeber haben ihre Lohnangebote bisher nicht revidiert, während die Gewerkschaft an ihren Forderungen festhält und die Pattsituation anhält.
