Tankstelle in Straubenhardt lockt mit versehentlich billigem Superbenzin für 1,87 Euro
Katherina HermannTankstelle in Straubenhardt lockt mit versehentlich billigem Superbenzin für 1,87 Euro
Tankstelle in Straubenhardt senkt versehentlich Spritpreise drastisch
An einer Shell-Tankstelle in Straubenhardt wurden am Mittwochabend versehentlich die Kraftstoffpreise massiv gesenkt. Durch den Fehler sank der Preis für Superbenzin (Super E10) auf nur noch 1,87 Euro pro Liter – was eine Flut von Autofahrern anlockte. Rund 100 Kunden tankten während des dreistündigen Zeitfensters, bis der Irrtum behoben wurde.
Der Preisfauxpas ereignete sich, als das System der Tankstelle die Kosten für Superbenzin (Super E10) falsch aktualisierte. Statt des üblichen Preises fiel dieser auf 1,87 Euro, während E10 sogar auf 1,81 Euro pro Liter sank. Die Mitarbeiter bemerkten das Problem erst, als plötzlich deutlich mehr Fahrer auftauchten, um das vermeintliche Schnäppchen zu nutzen.
Die Tankstelle blieb länger als geplant geöffnet, um die unerwartet hohe Nachfrage zu bewältigen. Nach deutschem Recht müssen Tankstellen den gleichen Preis an der Haupttafel und an der Zapfsäule anzeigen. Weichen die beiden Angaben voneinander ab, dürfen Kunden den niedrigeren Preis an der Säule verlangen.
In den vergangenen drei Monaten waren die Spritpreise bundesweit relativ stabil geblieben. Daten zeigen, dass Super E10 im Dezember 2025 im Schnitt 1,64 Euro kostete, im Januar 2026 leicht auf 1,739 Euro stieg und im Februar 2026 bei 1,760 Euro lag. Der Vorfall in Straubenhardt stellte damit eine ungewöhnliche Ausnahme dar.
Die Behörden erinnern Autofahrer daran, vor dem Tanken stets den Preis an der Zapfsäule zu überprüfen – insbesondere, wenn der angezeigte Preis ungewöhnlich niedrig erscheint. Tankstellen, die die ausgehängten Preise nicht einhalten, müssen mit offiziellen Verwarnungen oder rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig korrekte Preisanzeigen an Tankstellen sind. Kunden, die Abweichungen bemerken, sollten diese umgehend dem Stationsleiter melden. Das Gesetz verpflichtet die Betreiber, den an der Säule angezeigten Preis zu gewähren – zum Schutz der Verbraucher.






