Tausende fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen vor Bundestagsdebatte
Nicolai SchlosserTausende fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen vor Bundestagsdebatte
Hunderte Menschen sind am Samstag in Berlin auf die Straße gegangen, um eine bessere Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Demonstration wurde von einem breiten Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsaktivisten organisiert. Die Teilnehmenden verlangten stärkere gesetzliche Schutzmaßnahmen – kurz vor einer entscheidenden Bundestagsdebatte über Reformen der Behindertenrechte.
Der Protestzug startete am Brandenburger Tor und zog anschließend zum Roten Rathaus. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstrantinnen und Demonstranten auf etwa 1.000. Zu den Rednerinnen und Rednern zählten Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow von der Linken sowie mehrere Abgeordnete.
Die Kundgebung fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung geplanter Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt. Die Veranstalter kündigten an, im Rahmen der Abschlusskundgebung eine Petition zu überreichen, die rechtlich verbindliche Barrierefreiheitsstandards fordert.
Die Demonstration unterstrich den wachsenden Druck auf die Politik, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Da der Bundestag noch in dieser Woche über die Reformen berät, drängen Aktivisten auf konkrete gesetzliche Verbesserungen. Ziel der Petition ist es, Barrierefreiheit als verbindliche Verpflichtung und nicht als freiwillige Empfehlung durchzusetzen.






