Tialini verlässt Deutschland: Das Ende einer italienischen Restaurantträume
Katherina HermannTialini verlässt Deutschland: Das Ende einer italienischen Restaurantträume
Tialini, die italienische Restaurantkette, die einst vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unterstützt wurde, hat Deutschland nun vollständig verlassen. Am 18. März 2026 schloss die letzte Filiale in Karlsruhe ihre Türen – damit endete die Präsenz der Kette im Land nach einem schrittweisen Rückzug vom Markt.
Ursprünglich hatte Tialini geplant, mit rund 20 Standorten in Deutschland zu expandieren. Doch nur fünf Restaurants wurden tatsächlich eröffnet. Im Laufe der Zeit führten wachsende Konkurrenz und veränderte Marktbedingungen zu einem stetigen Niedergang.
Im Juli 2025 kündigte Geschäftsführerin Alena Wiedeking den vollständigen Rückzug aus dem deutschen Gastronomiemarkt an. Die Schließungen begannen mit den Standorten in Stuttgart und Ludwigshafen, wo später die Konkurrenzkette L'Osteria die Lücken füllte. Trotz eines ambitionierten Starts gelang es Tialini nicht, sich dauerhaft zu etablieren – Anfang 2026 blieb nur noch das Restaurant in Karlsruhe übrig.
Wie geplant wurde nun auch die letzte Filiale in Karlsruhe geschlossen, was das endgültige Verschwinden der Marke aus Deutschland besiegelt. Die Investoren, darunter das Family Office der Familie Wiedeking, hatten das Projekt unterstützt, doch das Geschäft konnte sich auf Dauer nicht tragen.
Mit der Schließung des letzten Tialini-Restaurants ist die Kette in Deutschland nicht mehr vertreten. Die ehemaligen Standorte wurden von Mitbewerbern übernommen, während die ursprünglichen Expansionspläne nie vollständig umgesetzt wurden. Damit endet ein kurzlebiges, aber bemerkenswertes Unterfangen, eine neue italienische Gastronomiemarke im Land zu etablieren.






