23 March 2026, 10:37

Traditionsunternehmen Wehrle-Werk AG meldet nach 164 Jahren Insolvenz an

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in branchenspezifische Erholung und wirtschaftliche Erholung mit begleitenden Daten zur Gesamtzahl der Unternehmen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Traditionsunternehmen Wehrle-Werk AG meldet nach 164 Jahren Insolvenz an

Wehrle-Werk AG stellt nach 164 Jahren Insolvenzantrag

Die traditionsreiche Familienunternehmung Wehrle-Werk AG mit Sitz in Emmendingen, Baden-Württemberg, hat nach 164 Jahren Geschäftsgeschichte Insolvenz angemeldet. Das auf Umwelttechnik und Anlagenbau spezialisierte Unternehmen begründete den Schritt mit wachsenden finanziellen Belastungen. Vorstandschef Axel Buchholz bezeichnete die Entscheidung als "unausweichlich" nach einer Reihe von Rückschlägen.

Die Krise verschärfte sich durch einen Cyberangriff am 11. Mai 2024. Die Attacke legte Produktions- und Kommunikationssysteme lahm und verschärfte die ohnehin angespannte finanzielle Lage. Ein drastischer Auftragsrückgang schwächte die Position des Unternehmens weiter und trieb die Geschäftsführung schließlich in die Insolvenz.

Trotz des Antrags erhalten die Mitarbeiter weiterhin ihr Gehalt – gesichert durch Insolvenzgeld. Die Tochtergesellschaften des Konzerns bleiben von den Entwicklungen unberührt und arbeiten wie gewohnt weiter. Gegründet 1860, war die Wehrle-Werk AG stets in Familienbesitz und spezialisierte sich auf Systeme zur Abwärmenutzung und Phosphorrückgewinnung.

Der Insolvenzverwalter und die Unternehmensführung prüfen nun Sanierungskonzepte. Ziel ist es, den Betrieb zu stabilisieren und die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

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Ob sich die Wehrle-Werk AG von der finanziellen Krise erholen kann, wird das Insolvenzverfahren zeigen. Restrukturierungsmaßnahmen laufen bereits, doch der Erfolg hängt von den Marktbedingungen und internen Anpassungen ab. Fürs Erste sind Mitarbeiter und Tochterfirmen abgesichert – die langfristigen Aussichten des Unternehmens bleiben jedoch ungewiss.

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