Ulrich Tilly – ein prägender Architekt der deutschen Gesundheitspolitik ist tot
Katherina HermannUlrich Tilly – ein prägender Architekt der deutschen Gesundheitspolitik ist tot
Ulrich Tilly, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Gesundheitspolitik und ehemaliger Büroleiter der früheren Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Seine Karriere erstreckte sich über Jahrzehnte und beeinflusste Entscheidungen in den Bereichen Landwirtschaft, Rentenpolitik und Gesundheitswesen – sowohl in Regierungsfunktionen als auch in parlamentarischen Rollen.
Tilly begann seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Agrarpolitik der Universität Bonn. 1987 wechselte er in die Politik und arbeitete fast ein Jahrzehnt lang als agrarpolitischer Berater im Bundestag.
1996 widmete er sich der Sozialpolitik und wurde Berater für Rentensysteme der SPD-Bundestagsfraktion. Sechs Jahre später trat er in das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ein, wo er bis 2010 blieb. Dort leitete er zunächst das Büromanagement, bevor er 2005 die Abteilung für Grundsatzfragen und Planung übernahm.
Während seiner Zeit im BMG galt Tilly als einer der einflussreichsten Beamten des Ministeriums – neben Kollegen wie Klaus Vater und Franz Knieps. Seine letzte Regierungsfunktion hatte er als Büroleiter von Ulla Schmidt inne, was seinen Ruf als zentraler Akteur der Gesundheitspolitik festigte.
Mit Tillys Tod endet eine Karriere, die die Agrar-, Renten- und Gesundheitspolitik prägte. Seine Arbeit hinterließ über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg Spuren in der deutschen Gesetzgebung und Ministerialarbeit. Er wurde 67 Jahre alt.






