25 June 2026, 08:21

Vatikan blockiert Laienpredigten – deutsche Bischöfe scheitern mit Reformvorschlag

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laienpredigten ab und löst Gegenreaktion von Laiengruppen aus

Vatikan blockiert Laienpredigten – deutsche Bischöfe scheitern mit Reformvorschlag

Der Vatikan hat einen Vorschlag deutscher Bischöfe abgelehnt, der Laienmitgliedern erlauben sollte, während der Messe zu predigen. Der Antrag war Teil des Synodalen Wegs, eines Reformprozesses unter Beteiligung deutscher katholischer Gruppen. Die Entscheidung hat Kritik von Laienorganisationen im Land ausgelöst.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte um Erlaubnis gebeten, dass qualifizierte Laien in Ausnahmefällen an Sonn- und Feiertagen die Predigt halten dürfen. Sie begründeten dies mit pastoralen Erfordernissen, die eine solche Änderung rechtfertigten.

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Kardinal Arthur Roche, Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, lehnte den Antrag ab. In seiner Antwort verwies er auf das Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici), das die Predigt während der Messe Priestern oder Diakonen vorbehält. Zudem berief er sich auf die vatikanische Instruktion Redemptionis Sacramentum aus dem Jahr 2004, die diese Regelung bekräftigt.

Die deutschen Bischöfe nahmen die Absage zur Kenntnis und bestätigten, dass nicht geweihte Personen innerhalb der eucharistischen Feier nicht predigen dürfen. Unterdessen kündigte Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, an, das Thema weiterhin mit den Bischöfen voranzutreiben. Der Katholische Deutsche Frauenbund verurteilte die Entscheidung als weiteren Beleg für die Ausgrenzung von Frauen aus zentralen Positionen in der Kirche.

Papst Franziskus hatte den Synodalen Weg zuvor kritisiert und gewarnt, er werde von ideologischen Motiven statt von geistlicher Führung angetrieben.

Mit der vatikanischen Entscheidung bleibt die Predigt durch Laien während der Messe nach geltendem Kirchenrecht weiterhin verboten. Deutsche Laienverbände setzen sich weiterhin für eine Änderung ein, doch die Entscheidung unterstreicht die bestehenden Einschränkungen für Predigten im Rahmen der eucharistischen Feier.

Quelle