Vom Jobverlust zur Selbstständigkeit: Wie eine Kanadierin in Deutschland neu anfing
Katherina HermannVom Jobverlust zur Selbstständigkeit: Wie eine Kanadierin in Deutschland neu anfing
Eine kanadische Auswanderin, die in Deutschland lebte, verlor 2025 nach Massenentlassungen und Haushaltskürzungen plötzlich ihren Job. Der Arbeitsplatzverlust unterbrach nicht nur ihre Karriere, sondern riss auch die Verbindungen zu einem internationalen Netzwerk aus Kollegen und Freunden ab.
Der Übergang gestaltete sich von Anfang an schwierig. Sprachbarrieren und eine komplexe Bürokratie machten es ihr schwer, sich im deutschen Arbeitslosensystem zurechtzufinden. Ohne ihr früheres Gehalt verdiente sie sich ihr Einkommen mit freiberuflicher Tätigkeit und einer kleinen Imkerei, die sie gemeinsam mit ihrem Mann betrieb. Doch das kombinierte Einkommen reichte nicht an ihr früheres Unternehmensgehalt heran.
Nach der Entlassung etablierte sie einen strengen Tagesablauf, um ihre psychische Stabilität zu bewahren. Diese Struktur ermöglichte es ihr, lang gehegte persönliche Ziele zu verfolgen – darunter eine Ausbildung zur Yogalehrerin und die Vorbereitung auf einen Halbmarathon. Gleichzeitig schloss sie sich mit ehemaligen Kollegen zusammen, um ein Start-up im Bereich Datenwissenschaft zu gründen. Das Unternehmen sicherte sich staatliche Fördergelder und eröffnete ihr damit eine neue berufliche Perspektive.
Die Entlassung zwang sie, sich von der Angestelltenexistenz hin zu Unternehmertum und Selbstständigkeit zu orientieren. Zwar blieben die finanziellen Erträge zunächst geringer, doch die Förderung des Start-ups bildete eine solide Grundlage für künftiges Wachstum. Heute balanciert sie zwischen der Entwicklung ihres Unternehmens, ihrem persönlichen Wohlbefinden und dem Erwerb neuer Fähigkeiten.






