Weihnachtsgeld 2024: Warum vom Brutto-Bonus oft nur die Hälfte übrig bleibt
Sabrina RoskothWeihnachtsgeld 2024: Warum vom Brutto-Bonus oft nur die Hälfte übrig bleibt
Weihnachtsgeld in Deutschland ist eine beliebte Zusatzleistung – doch zwischen Brutto und Netto klafft oft eine große Lücke. Während diese Sonderzahlungen voll steuerpflichtig sind, hängt der tatsächliche Auszahlungsbetrag stark von der Berechnungsmethode ab.
Im Jahr 2024 lag das durchschnittliche Brutto-Weihnachtsgeld bei etwa 2.987 Euro. Nach Abzügen blieben den Beschäftigten jedoch meist nur 1.500 bis 1.900 Euro netto übrig. Die Differenz zwischen Brutto und Netto fällt bei Bonuszahlungen oft größer aus als beim regulären Gehalt.
Die Besteuerung von Weihnachtsgeld folgt einer abweichenden Berechnung anhand der Jahreslohnsteuertabelle – anders als bei der monatlichen Gehaltsabrechnung. Überschreitet die Sonderzahlung 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts, kann die Sechstel-Regelung die Steuerlast mindern.
Auch Sozialabgaben schmälern den Nettobetrag: Bis zu 22 Prozent des Arbeitnehmeranteils können hier anfallen. Allerdings gelten Beiträge nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wer eine Steuererklärung einreicht, erhält im Schnitt etwa 1.240 Euro zurück.
Je nach Steuersatz und Gehaltshöhe behalten Beschäftigte in der Regel 50 bis 65 Prozent ihres Bonus netto. Die Abgabenregeln für Sonderzahlungen weichen dabei deutlich von denen des regulären Arbeitslohns ab – ein System, das Weihnachtsgeld im deutschen Steuerrecht gesondert behandelt.
