29 April 2026, 18:36

Wie aus dem Gefängnis Rennelberg ein lebendiges Stadtquartier wird

Schwarz-weißer Architekturplan des Anemas-Gefängnisses, der etikettierte Räume, Gänge, Fenster und Türen auf einem Blatt Papier zeigt.

Wie aus dem Gefängnis Rennelberg ein lebendiges Stadtquartier wird

Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben neue Entwürfe für die Umwandlung des ehemaligen Gefängnisgeländes Rennelberg in ein lebendiges Stadtquartier präsentiert. Ihre Vorschläge sehen offene Flächen, kulturelle Begegnungsstätten und grüne Korridore vor. Die prämierten Konzepte sind noch bis zum 20. Mai im historischen Rathaus ausgestellt.

Die Stadt plant bereits seit Langem die Neugestaltung der Justizvollzugsanstalt Rennelberg und ihres Umfelds. Im Dezember 2018 beschloss der Verwaltungsausschuss, einen Bebauungsplan für das Areal zu erstellen. Seitdem erkunden Studierende des Instituts für Städtebau der TU Braunschweig Möglichkeiten zur Umnutzung des Geländes.

Den ersten Platz belegte Franziska Heininger und Johannes Quirin mit ihrem Entwurf "Von Mauern zu Gemeinschaft". Ihr Design konzentriert sich auf einen großzügigen Platz, eingerahmt von symmetrischen Achsen, der als kreativer Campus für die Nachbarschaft dienen soll. Im Mittelpunkt stehen Offenheit und Vernetzung.

Adriana Gens und Mareike Meier erreichten den zweiten Platz mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen". Ihre Vision umfasst weitläufige Innenhöfe, Neubauten und einen "Klimawald" entlang eines zentralen Weges. Der Fokus liegt darauf, physische und symbolische Grenzen zu überwinden.

Sarah Suttner López und Robert Sievert erhielten den dritten Preis für "Nachbarschaft statt Gefängnis". Ihr Konzept sieht eine neue Straße, die Rennelbergtwete, einen öffentlichen Platz, den Rennelbergplatz, sowie eine Quartiersgalerie vor. Der Entwurf bewahrt bestehende Strukturen und fördert kleinteilige, gemeinwohlorientierte Entwicklungen.

Obwohl die studentischen Projekte mutige Ideen liefern, wird vorerst nicht mit Baubeginn zu rechnen sein. Zunächst muss die Stadt den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen, bevor Pläne umgesetzt werden können. Bis dahin übernimmt das ehemalige Gefängnis vorübergehend eine neue Rolle als Festivalort: Im Juni findet hier das Theaterformen-Festival statt.

Die Entwürfe der Studierenden bleiben bis zum 20. Mai im Rathaus zu sehen. Besucher können sich die Vorschläge anschauen, die von grünen Freiflächen bis hin zu kulturellen Treffpunkten reichen. Die weiteren Schritte der Stadt hängen vom Ausgang des Verkaufsverfahrens ab.

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