WM-Debakel droht: Deutschlands defensive Schwächen vor Paraguay-Spiel unübersehbar
Katherina HermannWM-Debakel droht: Deutschlands defensive Schwächen vor Paraguay-Spiel unübersehbar
Deutschlands WM-Auftakt offenbart anhaltende Schwächen trotz starkem Ruf
Trotz des hohen Ansehens der Mannschaft hat die deutsche WM-Vorbereitung beständige Defizite aufgedeckt. Bundestrainer Julian Nagelsmann und Technischer Direktor Rudi Völler haben beide die Probleme des Teams vor dem entscheidenden Spiel gegen Paraguay eingeräumt.
Besonders auffällig sind die defensiven Mängel: Joshua Kimmich auf der rechten Seite und Torhüter Manuel Neuer sahen sich wegen ihrer Anfälligkeiten Kritik ausgesetzt. Auch im Angriff fehlte es an Kreativität – zu viele Spieler bieten ähnliche Stärken, was das Spiel der Mannschaft vorhersehbar macht.
Vor der Partie gegen Paraguay wies Nagelsmann auf Probleme in der körperlichen Präsenz und in Zweikämpfen hin. Völler räumte das Risiko eines Scheiterns in diesem Spiel ein und unterstrich damit den Druck auf die Mannschaft. Einzelne Spieler wie Nathaniel Phillips und Deniz Undav ragten als seltene Lichtblicke heraus.
Bisher verlief das Turnier für Deutschland ungleichmäßig: Zwar wurde Curaçao besiegt, doch gegen Ecuador gab es eine Niederlage, und gegen die Elfenbeinküste kämpfte die DFB-Elf mit Schwierigkeiten. Der Verband hatte sich für 2026 eine ruhige, sportlich fokussierte WM ohne politische Ablenkung erhofft. Doch nun stehen die sportlichen Mängel im Mittelpunkt.
Die deutsche Öffentlichkeit und der DFB mögen diese taktischen und physischen Schwächen zuvor übersehen haben. Doch der Fokus liegt nun klar auf dem Platz, wo dringend Verbesserungen nötig sind. Die historische Stärke gegen favorisierte Gegner hat sich nicht in Erfolge gegen gut organisierte Mannschaften übersetzt.
