26 April 2026, 12:44

Zehn Gespräche zeigen: Wie Jüdinnen und Juden in Deutschland wirklich leben

Ausführliche alte Karte von Schweidnitz, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Bevölkerung, Geschichte und Kultur der Stadt.

Zehn Gespräche zeigen: Wie Jüdinnen und Juden in Deutschland wirklich leben

Ein neues Buch mit dem Titel "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" ist erschienen und bietet einen seltenen Einblick in das Leben und die Perspektiven jüdischer Menschen in diesem Land. Das Werk versammelt acht Personen mit unterschiedlichen Hintergründen, die in zehn ausführlichen Dialogen über ihre Erfahrungen sprechen. Herausgegeben vom Verlag Hentrich & Hentrich, zielt die Sammlung darauf ab, die oft begrenzte öffentliche Sichtbarkeit jüdischer Stimmen in Deutschland zu überwinden.

Das Buch wurde von Mascha Malburg und Joshua Schultheis gemeinsam verfasst, beide Journalisten bei der Zeitung "Jüdische Allgemeine". Malburg, deren akademische Arbeit sich mit Hannah Arendts Revolutionstheorie beschäftigte, arbeitete mit Schultheis zusammen, dem Politikressortleiter desselben Blattes. Ihre Kooperation führte zu einer Reihe von Gesprächen, die die Vielfalt jüdischen Lebens im heutigen Deutschland erkunden.

Die Diskussionen wurden von Dinah Riese moderiert, Leiterin des Inlandsressorts auf der Website des Verlages. Die Teilnehmer des Buches repräsentieren ein breites Spektrum an Erfahrungen und spiegeln die Komplexität jüdischer Identität im modernen Deutschland wider. Häufig werden Jüdinnen und Juden im Land nur in Momenten nationaler Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus oder bei Eskalationen im Nahen Osten öffentlich wahrgenommen.

Mit diesen Dialogen wollen die Autor:innen und Beteiligten enge Wahrnehmungsmuster aufbrechen. Die Gespräche umfassen persönliche Geschichten, kulturelle Traditionen und die Herausforderungen, jüdisch in Deutschland zu leben – und bieten Leser:innen so ein differenzierteres Verständnis einer Gemeinschaft, die oft von historischen Erzählungen überlagert wird.

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Die Veröffentlichung von "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen" schafft eine Plattform für Stimmen, die selten außerhalb bestimmter Kontexte gehört werden. Indem das Buch zehn Gespräche präsentiert, zeigt es die Reichhaltigkeit und Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland auf. Es ist ab sofort über Hentrich & Hentrich erhältlich und gibt Leser:innen direkten Zugang zu Perspektiven, die über gängige Klischees hinausgehen.

Quelle