2:2 zwischen Wiesbaden und Aue – ein Abschied mit Wehmut und Wut
Nicolai Schlosser2:2 zwischen Wiesbaden und Aue – ein Abschied mit Wehmut und Wut
SV Wehen Wiesbaden und FC Erzgebirge Aue trennen sich 2:2 in einem packenden 3.-Liga-Duell
In einem hart umkämpften Spiel der 3. Liga trennten sich der SV Wehen Wiesbaden und der FC Erzgebirge Aue mit 2:2. Das Ergebnis hinterließ bei beiden Mannschaften gemischte Gefühle: Während Wiesbaden eine Führung aus der Hand gab, stand für Aue mit dem Unentschieden der Abstieg aus dem Profifußball endgültig fest. Trainer und Spieler blicken auf die Höhen und Tiefen der Partie zurück – und auf die weiteren Folgen für die Region.
Für Florian Stritzel vom SV Wehen Wiesbaden war es ein besonderer Tag: Nach seiner Rückkehr auf den Platz betonte er, wie anders es sich anfühle, wieder vor Publikum zu spielen – ganz im Gegensatz zum Training. Trotz einer 2:1-Führung konnte seine Mannschaft den Vorsprung nicht halten. Stritzel bezeichnete das spätere 2:2 als "bitteres Ergebnis".
Der FC Erzgebirge Aue hingegen zeigte mit drei oder vier klaren Torchancen seine Klasse und setzte diese effizient um. Die Leistung unterstrich, warum der Verein jahrelang eine feste Größe in der zweiten und dritten Liga war.
Daniel Scherning, Chefcoach der Wiesbadener, räumte die inkonsistente Vorstellung seiner Mannschaft ein. Er war überzeugt, dass sein Team nach dem Führungstor mehr hätte tun müssen, um den Sieg zu sichern. Über das Spiel hinaus äußerte Scherning Bedauern über Aues Abstieg – ein Verlust für die gesamte Region, wie er betonte. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass der Klub bald in den Profifußball zurückkehren werde.
Auch Stritzel teilte diese Enttäuschung und hob hervor, wie hart der Abstieg für die Region sein werde. Aue sei über Jahre ein Aushängeschild gewesen, und sein Fehlen werde in der nächsten Saison eine Lücke in der 3. Liga hinterlassen.
Mit dem Remis endete vorerst die Ära des FC Erzgebirge Aue im Profifußball. Der SV Wehen Wiesbaden nahm einen Punkt mit – doch die Frustration über verpasste Chancen blieb. Während die Hessen sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren, blickt Aue nun auf den Wiederaufstieg und den Neuaufbau.






