30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Radwege für den Alltag
Katherina Hermann30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Radwege für den Alltag
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer zogen am Sonntag für die jährliche Sternfahrt durch Berlins Straßen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung führte zeitweise zu Sperrungen auf wichtigen Autobahnen wie der Avus A115 und der A100. Die Teilnehmer forderten sichere und besser finanzierte Radwege in der gesamten Stadt.
Die Radler folgten etwa 20 verschiedenen Routen, die alle am Großen Stern und der Siegessäule zusammenliefen. Die traditionelle Protestfahrt unterstreicht seit Jahren den Bedarf an besseren Bedingungen für den Radverkehr in der Hauptstadt.
Marlene Alber, Politikberaterin beim ADFC Berlin, kritisierte den aktuellen Zustand der Radinfrastruktur. Viele Menschen wollten zwar Rad fahren, seien aber auf unsichere Wege gezwungen, so Alber. Sie forderte Verkehrspolitiker auf, die Sicherheit von Radfahrern zur Priorität zu machen und für gut instand gehaltene Radspuren zu sorgen.
Der ADFC betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein müsse – nicht nur bei Veranstaltungen. Die Organisation verlangte mehr Mittel und den Ausbau des Radwegenetzes und lehnte Kürzungen im Infrastrukturhaushalt oder Rückbauprojekte entschieden ab.
Die Sternfahrt lenkte erneut den Blick auf Berlins Radverkehrsprobleme. Mit Tausenden Teilnehmern unterstrich der ADFC seine Forderungen nach besserer Infrastruktur und politischem Handeln. Die Veranstaltung zeigte: Die Nachfrage nach zuverlässigen, alltagstauglichen Radrouten in der Stadt wächst stetig.






