Aktivisten legen Hakenkreuz aus veganem Hack – AfD-Frühstück eskaliert in Heidenheim
Nicolai SchlosserAktivisten legen Hakenkreuz aus veganem Hack – AfD-Frühstück eskaliert in Heidenheim
Linkaktivisten haben eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch legten. Die Aktion, für die sich eine Gruppe nahe dem Zentrum für Politische Schönheit verantwortlich erklärte, sorgte schnell für Aufmerksamkeit – und Kritik. Die Polizei prüft nun, ob die Darstellung gegen Gesetze zur Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole verstößt.
Die Aktivisten formten das Symbol aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken auf dem Frühstücksbuffet des Hotels. Daneben schrieben sie die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“ – ein Wortspiel mit dem Parteinamen. Ein Sprecher der Gruppe bezeichnete die Aktion später als „künstlerische Intervention“, die zur Reflexion anregen und Extremismus nicht verherrlichen solle.
Einige Beteiligte behaupteten, nach der Aktion Drohungen von AfD-Politikern erhalten zu haben. Der Landesvorsitzende der Partei, Emil Sänze, verurteilte den Stunt als „Schande“ und riet den Aktivisten „versucht mal, einen Job zu finden“. Die Aktivisten hingegen argumentierten, ihre Botschaft falle unter die Meinungsfreiheit und sei kein strafbarer Akt.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Zentrum für Politische Schönheit für Aufsehen sorgt. Die Gruppe hatte bereits ein ARD-Interview mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel mit provokanten Methoden unterbrochen, um die Politik der Partei herauszufordern.
Die Polizei hat den Vorfall bestätigt und prüft, ob die Darstellung gegen deutsche Gesetze zu verbotenen Symbolen verstößt. Während die AfD Konsequenzen fordert, bestehen die Aktivisten darauf, dass ihr Protest eine legitime Form des Ausdrucks war. Der Fall hängt nun davon ab, wie die Behörden die Absicht und den Kontext der Aktion bewerten.






